Orient Mako 3 im Test

Der Orient Mako 3 ist in dieser Preisklasse fast der einzige Diver mit eigenem Automatikwerk. Echte 200 Meter, das F6922 mit Handaufzug und Sekundenstopp, ein solides Stahlband. Die Abstriche beschränken sich auf Mineralglas und mittelmäßige Leuchtmasse. Für den Einstieg die richtige erste Wahl.
Das Wichtigste in Kürze
- Eigenes Automatikwerk F6922: in dieser Preisklasse selten, beherrscht Handaufzug und Sekundenstopp.
- Echte 200 Meter, verschraubte Krone, einseitig drehbare Lünette: ein vollwertiger Diver, nicht nur Diver-Optik.
- 41,8 mm Gehäuse, rund 46 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß: ideal für mittlere bis kräftige Handgelenke, am schmalen Arm passt der Mako 40 besser.
- Das Stahlband ist sauber verarbeitet und klappert nicht; das Glas ist allerdings Mineralglas, kein Saphir, und die Leuchtmasse nur Mittelmaß.
- Wer Saphirglas will, fährt mit dem nahen Verwandten Kamasu (rund 283 Dollar) auf Dauer besser.
- Für rund 258 Dollar einer der besten Einstiege in die erste ernsthafte Automatik oder einen bezahlbaren Diver.
Was der Mako 3 ist und für wen er passt
Der Orient Mako gehört seit über zehn Jahren zu den ersten Namen, die fallen, wenn jemand nach der ersten ernsthaften Automatik fragt. Der Mako 3 ist die aktuelle Ausgabe der Reihe, und ein Satz fasst sie zusammen: In dieser Preisklasse ist er fast der einzige Diver mit eigenem Automatikwerk. Für wen er passt? Für jeden, der seine erste mechanische Uhr sucht oder echte 200 Meter will, ohne gleich in einen teuren Taucher zu investieren. Für wen er nicht passt, beantworte ich am Ende ehrlich.
Erster Eindruck, Gehäuse, Zifferblatt und am Handgelenk
41,8 mm Stahlgehäuse, rund 46 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß, etwa 13 mm Höhe. In der Hand wirkt er wertiger, als der Preis vermuten lässt. Das Stahlband klappert nicht hohl wie bei den ganz günstigen Uhren, es legt sich sauber ans Handgelenk. Die einseitig drehbare Lünette rastet mit sauberen Klicks ein und taugt zum Ablesen der Tauchzeit. Das Zifferblatt ist aufgeräumt, die Indizes sind aufgesetzt, also plastisch und kein simpler Aufdruck. Ein einziger optischer Wermutstropfen: Das Glas ist flaches Mineralglas, und die gewölbte Saphirscheibe des Kamasu gibt im Licht jene Tiefe, die hier fehlt.
Das Werk im Inneren, das Orient F6922
Hier schlägt das Herz. Das F6922 ist Orients eigenes Automatikwerk: 22 Steine, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, rund 40 Stunden Gangreserve. Zwei Dinge sind entscheidend. Erstens können Sie es von Hand aufziehen, eine stehengebliebene Uhr also über die Krone wieder in Gang setzen. Zweitens hat es einen Sekundenstopp: Beim Herausziehen der Krone bleibt der Sekundenzeiger stehen, was sekundengenaues Stellen erlaubt. Diese Kombination findet man in dieser Preisklasse längst nicht bei jeder Marke, Seikos altes 7S26 etwa beherrscht beides nicht. Zur Ganggenauigkeit: ein paar Sekunden Abweichung am Tag sind normal, ein Chronometer ist das nicht. Wer die Uhr regelmäßig trägt und nachts in einer bestimmten Lage ablegt, kann die Abweichung mit etwas Geduld selbst glätten.

Orient Mako-3 41,8mm, Graues Zifferblatt Stahlband
Produkt ansehenAlltag, Wasser und Ablesbarkeit
Echte 200 Meter und eine verschraubte Krone bedeuten: Schwimmen, Schnorcheln und Freitauchen sind kein Problem. Die einzige Bedingung lautet, dass die Krone vor jedem Wasserkontakt verschraubt und geschlossen ist. Die Alltagstauglichkeit ist gut, das Stahlgehäuse steckt Stöße weg. Der einzige schwache Punkt ist die Ablesbarkeit bei Nacht: Die Leuchtmasse funktioniert, leuchtet aber nicht so hell und ausdauernd wie Seikos LumiBrite, in völliger Dunkelheit lässt sie gegen Mitternacht eine Spur nach. Am Tag steht das Zifferblatt gestochen scharf.
Mako 3 oder Kamasu
Die häufigste Frage. Der Kamasu stammt im Grunde aus derselben Familie, nur mit Saphirglas und meist besserer Leuchtmasse; gleiches F6922, rund 283 Dollar. Der Mako 3 kostet rund 258 Dollar und hat Mineralglas. Wenn Sie die Uhr täglich tragen und beanspruchen, sind die rund 25 Dollar Aufpreis für das Saphirglas auf lange Sicht die sinnvollere Ausgabe. Wer sie selten und mit Sorgfalt trägt, kommt mit dem Mako 3 bestens aus. Am schmalen Handgelenk passt allerdings keiner von beiden, da ist der 39 mm große Mako 40 die richtige Wahl.

Orient Kamasu 42mm, Schwarzes Zifferblatt
Produkt ansehenDie Daten auf einen Blick
| Merkmal | Mako 3 |
|---|---|
| Werk | Orient F6922, Automatik |
| Steine / Frequenz | 22 Steine / 21.600 vph |
| Gangreserve | rund 40 Stunden |
| Gehäuse | 41,8 mm, rund 46 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß |
| Glas | Mineralglas |
| Wasserdichte | 200 m, verschraubte Krone |
| Preis (2026) | rund 258 $ |
Der Preis gilt mit Stand Juni 2026 und kann sich ändern; den aktuellen Preis finden Sie auf der Produktseite.
Wem ich ihn nicht empfehle
Seien wir ehrlich. Am schmalen Handgelenk, unter 16 cm, kann der 41,8 mm große Mako 3 zu wuchtig wirken, da ist der 39 mm große Mako 40 die bessere Wahl. Wer auf Glanz im Schaufenster und Saphirglas Wert legt, greift statt zum Mako 3 zum Kamasu. Und wenn die beste Leuchtmasse Pflicht ist, lohnt der Blick auf den etwas teureren Seiko Prospex. Aber wenn Sie nach der ersten Automatik oder einem bezahlbaren, echten Diver suchen, finden Sie kaum einen besseren Einstieg als den Mako 3.
Vorteile
- Eigenes Automatikwerk F6922 in dieser Preisklasse, mit Handaufzug und Sekundenstopp
- Echte 200 Meter mit verschraubter Krone und einseitig drehbarer Lünette, ein vollwertiger Diver
- Sauber verarbeitetes Stahlband, sitzt gut am Handgelenk und wirkt nicht billig
- Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis seiner Klasse, rund 258 Dollar
- Robust und alltagstauglich
Nachteile
- Mineralglas, zerkratzt leichter als Saphir (der Kamasu hat Saphirglas)
- Die Leuchtmasse funktioniert, leuchtet aber nicht so hell und ausdauernd wie bei Seiko
- Das Datum springt bei manchen Exemplaren um Mitternacht etwas träge um
- Das 41,8 mm Gehäuse kann am schmalen Handgelenk zu groß wirken
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Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich der Orient Mako 3?
Ja. Er ist in dieser Preisklasse fast der einzige Diver, der ein eigenes Automatikwerk, echte 200 Meter Wasserdichte und ein sauber verarbeitetes Stahlband in sich vereint. Für alle, die ihre erste Automatik oder einen bezahlbaren, echten Diver suchen, ist er einer der besten Einstiege.
Mako 3 oder Kamasu, welchen soll ich nehmen?
Beide tragen dasselbe F6922 und echte 200 Meter. Der Unterschied liegt im Glas: Der Kamasu hat kratzfestes Saphirglas und meist die bessere Leuchtmasse (rund 283 Dollar), der Mako 3 hat Mineralglas (rund 258 Dollar). Wer die Uhr täglich beansprucht, nimmt den Kamasu; wer sie selten trägt, ist mit dem Mako 3 gut bedient.
Hat das F6922 Handaufzug und Sekundenstopp?
Ja. Das Orient F6922 erlaubt sowohl Handaufzug, also eine stehengebliebene Uhr über die Krone wieder in Gang zu setzen, als auch Sekundenstopp, bei dem der Sekundenzeiger beim Herausziehen der Krone stehen bleibt. Diese Kombination findet man in dieser Preisklasse längst nicht bei jeder Marke.
Sind die 200 Meter Wasserdichte des Mako 3 echt?
Ja, der Mako 3 ist ein echter 200-Meter-Diver mit verschraubter Krone und damit mehr als ausreichend zum Schwimmen, Schnorcheln und Freitauchen. Stellen Sie vor jedem Wasserkontakt sicher, dass die Krone verschraubt ist, und lassen Sie die Dichtungen bei echten Tauchgängen regelmäßig prüfen.
Passt der Mako 3 an ein schmales Handgelenk?
Mit 41,8 mm Gehäuse und rund 46 mm von Bandanstoß zu Bandanstoß sitzt er besser an mittleren bis kräftigen Handgelenken. Am schmalen Arm, unter 16 cm, kann er zu groß wirken; dann ist die 39 mm große Variante desselben Divers, der Mako 40, die richtige Wahl.

Über den Autor
Serdar D.Uhren-Redakteur
Profil ansehenSerdar D. ist der Redakteur von BraveryWatch. Er ist überzeugt, dass eine gute Uhr nicht nur teuer, sondern vor allem stimmig sein muss. Er verliert sich gern in Details, übersetzt sie aber in eine Sprache, die Freude macht. Aus der Sicht von jemandem, dem Uhren wirklich am Herzen liegen, gibt er entspannte und nützliche Empfehlungen.