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Citizen
JP · Gegründet 1918

Citizen

Grup: Citizen Group

1918 in Tokio gegründeter japanischer Hersteller; das lichtbetriebene Eco-Drive-System geht auf die Crystron Solar Cell von 1976 zurück und verbreitete sich unter dem Namen Eco-Drive ab 1995 weltweit, Promaster Taucher und Pilot bleiben in Produktion.

220,43€
Durchschnittspreis

Citizen wurde 1918 in Tokio gegründet und ist der japanische Hersteller hinter dem lichtbetriebenen Eco-Drive und der Promaster-Taucherlinie. Das Programm reicht von batterieloser Quarztechnik bis zu bezahlbaren Manufakturwerken.

Citizen entstand 1918 in Tokio als Shokosha Watch Research Institute, gegründet von Kamekichi Yamazaki. Den Markennamen prägte der Tokioter Bürgermeister Shinpei Goto, die erste Citizen-Taschenuhr erschien 1924, und die Citizen Watch Co. wurde 1930 offiziell gegründet. Heute ist das Unternehmen das Kernhaus der in Nishitokyo ansässigen Citizen Group und zählt zu den wenigen japanischen Manufakturen, die ihre Kaliber, Gehäuse und sogar einen Großteil ihrer Produktionsmaschinen selbst bauen. Die prägende technische Identität ist Eco-Drive, das lichtbetriebene Werk, das schlicht nie einen Batteriewechsel braucht.

Der Katalog ordnet sich schnell, wenn man genauer hinsieht. Am Einstieg steht der Promaster Diver BN0150-28E in Schwarz und der blaue BN0151-09L: Kaliber E168 Eco-Drive Solarquarz, 200 Meter Wasserdichtigkeit, ISO-6425-Tauchzertifizierung, in Europa rund 349 Euro. Für ernsthafte Taucher kam im April 2025 der Promaster Professional Diver 300m mit Kaliber E365, einer vollen Gangreserve von einem Jahr und einem Heliumventil, für etwa 500 Euro. Auf der mechanischen Seite nutzt die Tsuyosa Automatic NJ015 das Miyota-82-series-Kaliber 8210 am integrierten Band für wirklich erschwingliche 299 Euro. Darüber liegt Series 8: die 870 Mechanical mit dem hauseigenen Kaliber 0950 für rund 1.900 Euro und die GMT-bestückte 880 mit Kaliber 9054 ab rund 1.700 Euro.

Aus Käufersicht sind Citizens stärkste Argumente Verfügbarkeit und Robustheit. Eco-Drive-Modelle liegen bei autorisierten Händlern stets auf Lager, es gibt keine Warteliste und keinen Aufschlag auf dem Gebrauchtmarkt; man kauft sie zum Tragen, nicht zum Weiterverkaufen. Beim gebrauchten Promaster oder Tsuyosa sind die Prüfpunkte einfach: ob die Eco-Drive-Zelle noch volle Ladung hält, ob die Lünette sauber dreht und ob bei Super-Titanium-Gehäusen die Oberflächenhärtung nicht durchgescheuert ist. Der Service ist meist unkompliziert und im Vergleich zu Schweizer Häusern günstig.

Wirklich spannend macht das moderne Citizen seine beiden Extreme. Am einen Ende steht das Kaliber 0100, der präziseste autonome Quarz des Hauses: ein AT-Schnitt-Schwinger mit 8.388.608 Hz liefert plus minus eine Sekunde pro Jahr, die AQ6-Sondereditionen starteten in Super Titanium bei rund 7.400 Euro. Am anderen Ende stehen die jungen, sportlichen Manufakturmechaniken der Series 8. Für die meisten ist Citizen eine Marke, bei der man Technik statt Status kauft und dafür den vollen Gegenwert erhält.

Katalog

Uhren von Citizen

SSS

Häufig gestellte Fragen

Braucht Citizen Eco-Drive wirklich nie eine Batterie?

Eco-Drive wandelt Licht über eine Zelle unter dem Zifferblatt in Energie um und speichert sie in einem Akku, es gibt also keine Einwegbatterie zu wechseln. Einen routinemäßigen Batteriewechsel planen Sie nie. Nach vielen Jahren lässt sich der Akku im Service tauschen, das kommt aber selten vor.

Sollte meine erste Citizen ein Promaster oder eine Tsuyosa sein?

Wenn Wasserdichtigkeit, Robustheit und Wartungsfreiheit Vorrang haben, ist der Promaster Diver sinnvoll: Kaliber E168, 200 Meter und rund 349 Euro. Wenn Sie das Gefühl einer echten mechanischen Uhr mit schwingendem Rotor wollen, ist die Tsuyosa NJ015 mit Kaliber 8210 für etwa 299 Euro ein kluger Einstieg.

Behalten Citizen-Uhren ihren Wert?

In der Regel nein, erwarten Sie keinen nennenswerten Aufschlag auf dem Gebrauchtmarkt. Eine Citizen kauft man zum Tragen, nicht zum Weiterverkaufen. Eco-Drive- und Tsuyosa-Modelle sind im Handel stets verfügbar, ohne Warteliste. Die Series-8-Manufakturwerke halten den Wert vergleichsweise besser, doch Anlagen sind sie nicht.

Was unterscheidet die Series 8 von einer normalen Citizen?

Die Series 8 ist Citizens mechanische Oberklasse. Die 870 läuft mit dem hauseigenen Kaliber 0950, 50 Stunden Gangreserve und spürbar besserer Verarbeitung, für etwa 1.900 Euro. Normale Eco-Drive-Modelle sind quarzbasiert, deutlich günstiger und auf alltägliche Robustheit statt mechanische Handwerkskunst ausgelegt.

Ist der Citizen-Service teuer, und gibt es Ersatzteile?

Nein, der Service ist im Vergleich zu Schweizer Marken unkompliziert und günstig. Die Eco-Drive-Wartung beschränkt sich meist auf die Prüfung der Zelle und das Erneuern der Dichtungen. Das autorisierte Netz ist breit, die Teileversorgung gut; alltägliche Eco-Drive-Uhren laufen oft jahrelang ohne jeden Eingriff.