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Orient
JP · Gegründet 1950

Orient

Grup: Seiko Epson

1950 in Tokio gegründeter japanischer Hersteller; die Mako (2004) und Kamasu Tauchuhren mit dem F6922-Kaliber prägen die budgetfreundliche japanische Taucher-Kategorie.

226,32€
Durchschnittspreis

Orient ist eine 1950 gegründete japanische Uhrenmarke, die heute zu Seiko Epson gehört. Sie baut ihre eigenen Manufakturkaliber, was die Linien Bambino, Mako und Orient Star zu einem der ehrlichsten Angebote der mechanischen Uhrmacherei macht.

Die Wurzeln von Orient reichen bis zu Shogoro Yoshidas Uhrengeschäft von 1901 in Ueno, Tokio, zurück, doch die Marke, wie wir sie kennen, beginnt 1950, als das Unternehmen als Tama Keiki Co. gegründet wurde und die Armbanduhr 'New Orient' baute. Ein Jahr später wurde daraus die Orient Watch Co., Ltd., und die gehobene Untermarke Orient Star kam hinzu. Heute ist Orient eine Uhrenmarke innerhalb von Seiko Epson und gehört ganz zur Epson-Gruppe, stellt aber entscheidend weiterhin eigene Werke her. Genau das hebt die Marke in dieser Preisklasse ab: Während die meisten Mitbewerber Standardkaliber zukaufen, setzt Orient auf eine eigene Manufaktur.

Der Katalog ruht auf drei Säulen. Die Bambino ist die klassische Kleiduhr mit dem Kaliber F6724, einem gewölbten Glas und einem ruhigen Zifferblatt; sie kostet meist zwischen 130 und 220 Euro, wobei die neuen Referenzen der Version 7 (die Familie RA-AC0M) etwas höher liegen. Die Mako und ihr verfeinertes Pendant Kamasu sind Taucheruhren mit 200 Meter Wasserdichtigkeit und dem Kaliber F6922, einem Automatikwerk mit 22 Steinen und rund 40 Stunden Reserve, in der Regel zwischen 230 und 340 Euro. Darüber steht Orient Star: Das Kaliber F6N47 bietet 50 Stunden Reserve und eine Gangreserveanzeige, die Contemporary-Modelle liegen bei 600 bis 700 Euro. An der Spitze rangiert die F8-Familie, deren M45-Mondphasen mit 70 Stunden Reserve 2025 bei rund 3.040 Euro begannen.

Aus Käufersicht liegt die wahre Stärke von Orient darin, dass das Geld ins Werk floss, nicht ins Gehäuse. Diese Uhren erzielen auf dem Gebrauchtmarkt keinen Aufschlag, man kauft sie also zum Tragen, nicht zum Weiterverkauf, und das macht eine saubere gebrauchte Mako oder Bambino zugleich leicht zu finden und günstig. Achten Sie beim Kauf auf die Ausrichtung von Zifferblatt und Glas, auf das Klickgefühl der Taucherlünette und darauf, dass das Gehäuse eine echte Orient-Referenz trägt. Beim Service hilft die Struktur von Seiko Epson, doch in dieser Preisklasse ersetzen die meisten Besitzer die Uhr lieber, als eine vollständige Revision zu beauftragen.

2025 feierte Orient sein 75-jähriges Bestehen mit limitierten Mako-Editionen; Stücke wie die Mako 40 starteten bei rund 399 Euro, während sich die Orient Star Diver 1964 bei etwa 1.350 Euro einordnete. Wenn dies Ihre erste Orient ist, lautet mein Rat schlicht: Bambino für den täglichen Anzug, Mako für ein aktives Leben, Orient Star, wenn Sie etwas mehr Uhr fürs Geld möchten. Alle drei teilen dieselbe unaufgeregte Ingenieurskunst.

Katalog

Uhren von Orient

SSS

Häufig gestellte Fragen

Behalten Orient Uhren ihren Wert?

Nein, Orient Uhren erzielen auf dem Gebrauchtmarkt keinen Aufschlag; man kauft sie zum Tragen, nicht zum Weiterverkauf. Der Vorteil: Eine saubere gebrauchte Mako oder Bambino ist leicht und sehr günstig zu finden. Stellen Sie Ihre Erwartung also auf Freude statt Wiederverkauf ein.

Welche Orient sollte ich zuerst kaufen?

Für den täglichen, gepflegten Auftritt ist die Bambino mit dem Kaliber F6724 die Antwort. Für ein aktives Leben oder zum Tauchen passt die 200 Meter dichte Mako oder Kamasu. Wer etwas mehr Uhr möchte, schaut sich die Orient Star Contemporary mit Gangreserveanzeige an.

Stellt Orient eigene Werke her?

Ja. Unter Seiko Epson fertigt Orient eigene Manufakturkaliber in Japan: das F6724 in der Bambino, das F6922 in Mako und Kamasu sowie das F6N47 mit 50 Stunden Reserve in der Orient Star. Eine eigene Manufaktur ist in dieser Preisklasse selten.

Was ist der Unterschied zwischen Mako und Kamasu?

Beide sind 200-Meter-Taucher mit dem Kaliber F6922. Die Kamasu ist die verfeinerte Version, mit Saphirglas, einem ruhigeren Zifferblatt und insgesamt sauberer Verarbeitung. Die Mako ist die klassische, günstigere Variante mit ähnlicher Ausstattung.

Warum kostet Orient Star mehr als die reguläre Orient?

Orient Star ist die gehobene Untermarke und bietet besser verarbeitete Gehäuse, Saphirglas, Gangreserveanzeigen und Werke wie das F6N47. Contemporary-Modelle liegen bei etwa 600 bis 700 Euro, während die Mondphasen der F8-Familie über 3.000 Euro steigen.