TimexBudget
1854 als Waterbury Clock Company gegründet, 1944 in Timex umbenannt; die Indiglo-Hintergrundbeleuchtung (1992) und Weekender-Linie sind im Massenmarkt bekannt.
Timex ist ein amerikanischer Uhrenhersteller, der 1854 in Connecticut gegründet wurde. Im Budget-Segment baut die Marke ehrliche Uhren, von der handaufzugsbasierten Marlin bis zur Quarz-Q-Timex, mit Vintage-Charme zu kaum zu unterbietenden Preisen.
Timex geht auf das Jahr 1854 in Waterbury, Connecticut, zurück, wo der Messingproduzent Benedict & Burnham die Waterbury Clock Company gründete, um preiswerte und zuverlässige Uhren herzustellen. Ab 1896 lieferte das Unternehmen die Ingersoll-Yankee-Taschenuhr, die Dollar-Uhr, die nach dem Marketing jener Zeit den Dollar berühmt machte. 1943 wurde daraus die United States Time Corporation, und die erste Armbanduhr unter dem Namen Timex erschien 1950; der Name entstand aus den Zeitschriften Time und Kleenex. 2008 übernahm die niederländische Holding Timex Group B.V. das amerikanische Geschäft, und die Marke gehört heute zur Timex Group.
Für den Käufer zählen vor allem zwei Enden des aktuellen Katalogs. Auf der mechanischen Seite läuft in der Marlin Hand-Wound 34mm, Referenz TW2R47900, ein auf Sea-Gull basierendes Handaufzugswerk unter einem Acrylglas, für rund 240 Euro, eine treue Hommage an das Original der 1960er. Wer etwas Moderneres möchte, greift zur Marlin Automatic 40mm in Referenzen wie TW2T22700 mit dem Miyota-Kaliber 8215, 21 Steinen und etwa 40 Stunden Gangreserve, für 240 bis 270 Euro. Die M79 Automatic 40mm, Referenz TW2U83400, trägt ein weiteres Miyota-Automatikwerk mit dem Charakter einer Taucheruhr von 1979 und beginnt bei etwa 260 Euro. Auf der Quarzseite bringt die Q Timex Reissue 38mm, Referenz TW2T80700, ein gewebtes Stahlband und einen drehbaren oberen Ring für rund 170 Euro, während die Weekender 38mm mit INDIGLO ab 50 bis 90 Euro der günstigste Einstieg ist.
Der Kauf einer Timex ist risikoarm, gerade weil der Wiederverkaufswert hier kaum eine Rolle spielt. Niemand kauft diese Uhren, um ihren Wert zu erhalten; die Ladenpreise sind so niedrig, dass der Unterschied zwischen neu und gebraucht unbedeutend ist. Worauf man wirklich achtet, sind Werk und Glas. Die Acrylgläser von Marlin und M79 zerkratzen leicht, lassen sich aber für wenig Geld auspolieren, und die Automatikwerke haben keinen Sekundenstopp, der Sekundenzeiger bleibt zum genauen Stellen also nicht stehen. Beim Service tauscht Timex meist aus, statt zu reparieren, was sinnvoll ist, wenn im Inneren ein günstiges japanisches oder chinesisches Werk statt eines teuren Manufakturkalibers schlägt.
Die heutige Positionierung ist eindeutig. Timex ist die richtige Wahl für die erste mechanische Uhr, für Vintage-Optik bei knappem Budget und für eine Alltagsuhr, die man ohne Bedenken strapazieren kann. Die INDIGLO-Beleuchtung, Anfang der 1990er entwickelt, ist bis heute das Markenzeichen. Sehen Sie eine Marlin als Einstieg ins Handaufziehen und eine Q Timex als Wochenenduhr; beide bieten Charakter statt Prunk, und genau darum geht es.
Uhren von Timex
Häufig gestellte Fragen
Behalten Timex-Uhren ihren Wert?
Nein, Timex-Uhren werden nicht als Geldanlage gekauft. Die Ladenpreise sind bereits so niedrig, dass der Gebrauchtmarkt kaum einen Aufschlag verlangt. Kaufen Sie diese Uhren für den Alltag und ihren Charakter, nicht für den Wiederverkauf; eine finanzielle Rendite zu erwarten wäre ein Missverständnis der Marke.
Marlin Hand-Wound oder Marlin Automatic, welche soll ich nehmen?
Für die erste mechanische Uhr und das tägliche Aufzugsritual ist die 34mm Hand-Wound (TW2R47900) reizvoller. Wer Praxis und ein größeres Gehäuse will, ist mit der 40mm Automatic und ihrem Miyota 8215 besser bedient. Schmales Handgelenk spricht für die Hand-Wound, größeres für die Automatic.
Sind die Automatikwerke von Timex zuverlässig?
Ja, die Miyota-Kaliber in Marlin Automatic und M79 sind bewährte, robuste japanische Werke. Sie haben lediglich keinen Sekundenstopp, der Sekundenzeiger bleibt zum genauen Stellen also nicht stehen, und einige Sekunden Abweichung pro Tag sind normal. Für dieses Preissegment ist das mehr als ausreichend.
Wie lasse ich eine Timex warten und was kostet das?
Timex tauscht das Werk meist aus, statt es zu reparieren. Ein Batteriewechsel beim Quarzmodell kostet nur wenige Euro, eine volle mechanische Revision kann jedoch fast den Uhrpreis erreichen. Bei einem ernsten Defekt ist ein Ersatz daher oft ebenso sinnvoll wie eine Reparatur in dieser Preisklasse.
Welche Timex soll ich zuerst kaufen?
Für den Einstieg in mechanische Uhren ist die Marlin Hand-Wound 34mm die richtige Wahl: flach, klassisch und erschwinglich. Wer etwas Sportlicheres und Legereres möchte, findet in der Q Timex Reissue 38mm oder der Weekender mit INDIGLO hervorragende erste Optionen, beide mit echtem Charakter bei kleinem Budget.























