50m / 5 ATM werden in der Branche durch ISO 22810 (allgemeine Wasserdichtigkeit) und ISO 6425 (Taucheruhr) formalisiert. Die Zahlen am Gehäuse kommen aus einem Tiefdruck-Labortest, nicht aus echter Tauchtiefe. 30m WR (3 ATM) deckt nur Regen und Händewaschen; selbst Schwimmen fügt dynamischen Druck hinzu, der die Kronendichtung ermüden kann. 50m ist für die Dusche sicher, aber nicht lange. 100m ist der Standard für Schwimmen und Schnorcheln und deckt den Freizeitgebrauch ab. 200m+ ist für Freizeit-Scuba sicher (echte Tiefe bis etwa 40m); 300m+ für professionelles Scuba; 600m+ für Sättigungstauchen mit Heliumventil.
Der praktische Vergleich zeigt sich in den Modellen. Die Rolex Submariner 124060 ist 300m WR und ISO 6425 zertifiziert, mit einer dreifach gedichteten Triplock-Krone. Die Tudor Pelagos 39 FXD ist 200m WR auf Marine-Nationale-Spec. Die Omega Seamaster Diver 300m läuft einen Saphirglas-Boden und METAS antimagnetisch. Die Casio MDV-106 'Marlin' bei 55 € ehrt ihre 200m WR — nicht zertifiziert aber technisch solide. Die Patek Philippe Aquanaut bei 120m WR sitzt zwischen Dress und Sport; keine Taucheruhr, aber zum Schwimmen sicher.
Die Krone ist der kritische Teil. Eine Standard-Push-Pull-Krone deckelt WR bei 30-50m; zum Schwimmen muss die Krone immer fest eingedrückt sein. Eine verschraubte Krone (Rolex Triplock, Omega Liquidmetal-Dichtung, Seiko 4R36-Schraube) ist Standard über 100m. Die Dichtungslebensdauer beträgt 2-5 Jahre: Der Gummi trocknet mit Feuchtigkeit und heißem Wasser. Profi-Service führt einen Vakuumtest durch und tauscht die Dichtungen bei 90-180 €. Taucher sollten vor jeder Saison testen; für Alltagsträger reicht ein Test alle Service-Zyklen (5-7 Jahre).























