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Baumuster B
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Baumuster B

Baumuster B ist das B-Uhr-Zifferblatt mit Minuten auf dem Außenring und Stunden auf einem inneren Kreis. 1941 für die Luftwaffe-Navigation entstanden, liest es die Minute zuerst.

Baumuster B ist das B-Uhr-Zifferblatt, das im Januar 1941 entstand und bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Einsatz blieb. Der Name kommt von Beobachtungsuhr, und diese Uhren waren präzise Navigationsinstrumente für die Flugbesatzungen der Luftwaffe. Anders als beim Baumuster A teilt sich das Zifferblatt in zwei Ebenen: große Minutenziffern von 5 bis 55 entlang des Außenrands und ein kleinerer innerer Kreis mit den Stundenziffern nahe der Mitte. Ein kurzer Stundenzeiger liest die innere Skala, ein langer Minutenzeiger die äußere. Die Logik ist klug statt verspielt: In der Navigation zählt die Minute, also bekommt sie den besten, am leichtesten ablesbaren Platz, und die Gefahr, die Stunde falsch abzulesen, sinkt.

Die Originale stammten von fünf Herstellern: A. Lange & Söhne, Laco, Stowa und Wempe in Deutschland sowie IWC in der Schweiz. Sie trugen rund 55mm große Stahlgehäuse, eine übergroße Zwiebelkrone zum Aufziehen mit Handschuhen und lange genietete Bänder, die über die Fliegerjacke passten, mit der Gravur FL 23883 auf dem Boden. Heute hält Stowa das Layout am treuesten: Die Flieger Verus 40 Baumuster B kostet rund 950 Euro als Automatik basic, 1.080 Euro als Automatik top und 1.100 Euro als Handaufzug, während die Klassik 40 bei etwa 800 Euro liegt. Lacos Aachen 42 Type B (Ref. 861690) beginnt mit Miyota-Werk bei rund 399 Euro, die Original-B-Uhr-Linie reicht etwa von 1.000 bis 2.000 Euro. Archimedes 42mm B-Type mit hauseigenem Ickler-Gehäuse und ETA 2824-2 liegt bei rund 950 bis 1.000 Euro. IWCs Big Pilot ist der direkte Nachfahre der B-Uhr von 1940; die Big Pilot's Watch 43 (IW329303) kostet rund 9.700 Dollar in den USA.

Das Erste, worauf Sie bei einem Baumuster B achten sollten, ist die Hierarchie des Zifferblatts: Sind die äußeren Minutenziffern wirklich groß und klar, und bleibt der innere Stundenkreis lesbar. Manche moderne Auslegungen verkleinern den Innenkreis zu stark, und die Ablesbarkeit leidet. Die Größe ist das zweite Thema: Die Originale maßen 55mm, was für die meisten Handgelenke unrealistisch ist, daher ist Stowas 40mm-Lesart die vernünftige moderne Balance. Baumuster B passt zu jedem, der den Instrumentencharakter und die Minuten-zuerst-Logik mag; wer eine klare 12 und das gewohnte Ablesen will, greift besser zum Baumuster A. Ein Sellita- oder ETA-basiertes Werk ist die sichere, servicefreundliche Wahl, Miyota-Einstiegsmodelle sind günstig, aber schwach im Wiederverkauf.

Eine Feinheit lohnt sich zu wissen: Baumuster B wirkt am korrektesten als datumsloses Drei-Zeiger-Design, weil ein Datumsfenster die Symmetrie des äußeren Minutenrings bricht. Viele Puristen bestehen genau deshalb auf der Variante ohne Datum. Und denken Sie daran, dass echte B-Uhren aus der Kriegszeit ernsthafte Sammlerstücke sind, die bei Auktionen fünfstellige Beträge erreichen, sodass für den täglichen Gebrauch eine moderne Neuinterpretation deutlich sinnvoller ist.

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