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Bronze
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Bronze

Bronze ist das warme, lebendige Gehäusematerial, das an jedem Handgelenk anders altert und langsam eine braune Patina entwickelt. Hier erfahren Sie, was diese maritime Legierung bedeutet und welche Modelle herausstechen.

Bronze ist eine Legierung, die überwiegend aus Kupfer besteht. Die Variante, die sich in der Uhrenwelt durchgesetzt hat, ist CuSn8: 92 Prozent Kupfer, 8 Prozent Zinn. Diese seetaugliche Legierung oxidiert an der Oberfläche und bildet eine schützende braune Schicht, die Patina. Weil diese Reaktion von Luft, Feuchtigkeit und der eigenen Hautchemie abhängt, altern keine zwei Bronze-Uhren genau gleich. Bronze wird seit Jahrhunderten in Schiffsbeschlägen und maritimer Ausrüstung verwendet, weil sie Salzwasser widersteht, und genau deshalb passt sie so gut zu einer Taucheruhr. Eine günstigere, härtere Alternative, Aluminiumbronze, entwickelt meist eine hellere, rötlichere Patina.

Den modernen Bronze-Trend löste 2011 die Panerai Luminor Submersible 1950 Bronzo PAM382 aus: 47-mm-Gehäuse, 300 Meter wasserdicht, limitiert auf 1.000 Stück. Heute liegt eine 47-mm-Panerai Submersible Bronzo PAM968 mit Manufakturwerk und drei Tagen Gangreserve bei rund 18.000 Euro. Erschwinglicher wird es mit der Tudor Black Bay Bronze für etwa 4.500 Euro, mit dem hauseigenen Kaliber MT5601 und 70 Stunden Reserve, sowie der Oris Big Crown Pointer Date Bronze mit Vollbronze-Gehäuse und mehreren Zifferblattfarben um rund 2.400 Euro. Die Bronze-Taucher C65 und C60 von Christopher Ward, meist auf Sellita-Basis und oft COSC-zertifiziert, bilden bei etwa 1.400 Euro einen starken Einstieg.

Beim Kauf zählen ein paar praktische Punkte. Der Gehäuseboden ist fast immer aus Edelstahl oder Titan, bewusst getrennt, damit die Bronze nicht direkt auf der Haut liegt: Bronze kann beim Schwitzen einen grünlichen Fleck hinterlassen oder reizen. Lernen Sie, die erwünschte warmbraune Patina vom Grünspan zu unterscheiden, jener hellen türkisen Kupferkorrosion wie an der Freiheitsstatue, die Verfall ist, nicht Charakter. Wer ein dauerhaft helles, gleichmäßiges Gehäuse möchte, liegt bei Bronze falsch, denn die Patina ist der Sinn der Sache. Wer dagegen Wärme, Charakter und ein sich sichtbar veränderndes Objekt schätzt, dem gehört die Bronze mit jedem Tragen ein Stück mehr.

Die Patina lässt sich bei Bedarf auch steuern. Manche lassen die Uhr natürlich altern, manche beschleunigen das Ganze mit Essig oder Eierdämpfen, andere polieren das Gehäuse wieder blank. Bei Bronze-Bändern setzen Marken wie Zelos außen CuSn8-Glieder, die mitpatinieren, und innen 316L-Stahlglieder ein, um Optik und Hautverträglichkeit auszubalancieren. Ehrlich beurteilen lässt sich eine Bronze-Uhr nicht im Schaukasten, sondern erst nach fünf Jahren am Handgelenk.

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