Eco-Drive-Solar ist Citizens lichtbetriebene Uhrentechnik. Licht fällt durch ein lichtdurchlässiges Zifferblatt auf eine darunterliegende Solarzelle aus amorphem Silizium, wird in Strom gewandelt und in einer titanbasierten Lithium-Ionen-Sekundärzelle gespeichert. Die Geschichte beginnt 1976 mit der Crystron Solar Cell, der ersten lichtbetriebenen Analoguhr der Welt, deren acht Zellen in der Mitte des Zifferblatts saßen. Der Durchbruch kam 1995 mit dem Kaliber 7878: Die Zellen wanderten unsichtbar unter das Zifferblatt, die Uhr sah aus wie eine normale Quarzuhr und lief bei voller Ladung sechs Monate. Heute läuft eine voll geladene Eco-Drive mindestens sechs Monate im Dunkeln; mit der Energiesparfunktion halten manche Modelle bis zu sieben Jahre ohne Licht.
Die Bandbreite ist ungewöhnlich groß. Am Einstieg liegt die 37-mm-Garrison-Felduhr bei rund 120 Euro, der Weekender Brycen Chronograph bei etwa 175 Euro. In der Mitte stehen die ISO-6425-Promaster-Taucher: die Stahl-Referenz BN0150-28E bei rund 360 Euro, eine echte 200-Meter-Werkzeuguhr. Für den eleganten Alltag läuft die dreizeigrige Zenshin Super Titanium AW0130-85A bei etwa 530 Euro. An der Spitze steht die Familie The Citizen: Die AQ4020 hält plus minus 5 Sekunden im Jahr für rund 3.100 Euro, das Kaliber 0100 sogar plus minus 1 Sekunde pro Jahr, die genaueste Armbanduhr überhaupt. Die Attesa Satellite Wave GPS CC4075-50L liegt bei etwa 1.850 Euro.
Beim Kauf zählen einige Punkte. Die Energiesparfunktion ist praktisch: Eine monatelang in der Schublade liegende Uhr erwacht bei Licht und synchronisiert sich neu. Die Sekundärzelle hält meist 10 bis 15 Jahre, der Batteriewechsel alle zwei Jahre entfällt also. Super-Titanium-Modelle sind leichter und kratzfester als Stahl, ideal für empfindliche Handgelenke und Reisen. Der Kompromiss ist der Charakter: Wer einen schwingenden Rotor oder eine mechanische Seele sucht, ist hier falsch. Eco-Drive ist ein ruhiges, genaues, wartungsarmes Instrument.
Die Kategorie reicht von der einfachen Felduhr bis zu funk- und GPS-synchronisierten Spitzenmodellen, alle nach derselben lichtbetriebenen Logik. Für jemanden, der nie wieder eine Batterie wechseln will, Alltagstauglichkeit schätzt und auf Quarzgenauigkeit nicht verzichten möchte, ist Eco-Drive-Solar ein sinnvoller Einstieg. Wer mehr Präzision und Komplikationen sucht, steigt mit The Citizen und Attesa im selben Format auf.