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Sunray Schwarz

Ein Sunray Schwarz Zifferblatt streut Licht durch feines, radiales Bürsten von der Mitte nach außen. Statt flachem Mattschwarz wechselt es je nach Winkel zu Grau- und Silbertönen und gewinnt Tiefe und Bewegung.

Ein Sunray Schwarz Zifferblatt erhält seine Wirkung durch feine Linien, die radial von der Mitte des Zifferblatts bis zum Rand gebürstet werden. Diese Linien streuen das Licht in verschiedene Richtungen, sodass das Zifferblatt keinen festen Farbton zeigt, sondern einen, der mit dem Blickwinkel wechselt. Bei schwachem Licht wirkt es fast wie flaches Mattschwarz, unter direktem Licht öffnet es sich zu grauen und silbrigen Reflexen, die Textur und Tiefe sichtbar machen. Da der Effekt aus der Oberfläche selbst entsteht und nicht aus Lack oder Beschichtung, verändert er sich mit jedem Winkel. Es ist der Mittelweg zwischen totem Mattschwarz und hochglänzendem Lackschwarz, der die Flachheit beider aufbricht, ohne die Förmlichkeit des Glanzes.

Reale Beispiele zeigen, dass dieses Finish über alle Preisklassen funktioniert. Die Grand Seiko SBGN027 verbindet ein schwarzes Sunray Zifferblatt mit dem Quarz-GMT-Kaliber 9F86, im 39mm Stahlgehäuse mit 200m Wasserdichtigkeit und einer Ganggenauigkeit von +/-10 Sekunden pro Jahr, für rund 3.000 Euro. Die Tudor Black Bay Ceramic (Ref. M7941A1ACNU-0001) kommt im 41mm Vollkeramikgehäuse mit passendem Band, Zifferblatt und Lünette tragen ein Sunray-Satin-Finish, der Listenpreis liegt bei etwa 7.000 Euro. Günstiger bietet die Tissot PRX Automatic Sunburst-Varianten zwischen 600 und 700 Euro, und die Seiko Presage Cocktail Time nutzt Sunburst-Lackzifferblätter ab etwa 450 bis 650 Euro.

Beim Kauf sollten Sie das Zifferblatt in mehr als einem Licht betrachten. Schaufensterbeleuchtung übertreibt den Sunray-Effekt oft, entscheidend für den Alltag ist, wie es bei Tageslicht oder in einem dunklen Raum wirkt. Prüfen Sie, ob die Bürstung sauber und symmetrisch von der Mitte ausgeht; bei günstiger Fertigung verlaufen die Linien ungleichmäßig oder außermittig. Ein Sunray Schwarz passt zu jemandem, der den Ernst von Mattschwarz will, aber etwas mehr Leben darin sucht, oder dem Glanzschwarz zu festlich ist. Der einzige Kompromiss: Manche Winkel werfen Blendungen, die die Indizes kurz verdecken, daher sind kontrastreiche Zeiger zu bevorzugen.

Verwechseln Sie echtes Sunray Schwarz nicht mit grauem oder anthrazitfarbenem Sunray, das einen helleren Grundton behält und unter Licht klar silbrig wirkt. Die Tudor Black Bay Ceramic ist ein gutes Beispiel: Das Satin-Finish auf Keramik kann das Zifferblatt in manchem Licht Richtung Anthrazit verschieben, was zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Schwarz und Dunkelgrau ist. Das passende Modell zu wählen heißt, unter echtem Licht zu prüfen, ob der Grundton wirklich schwarz oder eher dunkelgrau ist.

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