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Schokoladenbraun

Schokoladenbraun ist der tiefste, wärmste Ton der braunen Zifferblattfamilie. Meist mit Everose-Gold kombiniert, wechselt es unter Sunray-Finish von Kakao zu Karamell. Hier echte Referenzen und Preise.

Schokoladenbraun bezeichnet einen ganz bestimmten, engen Ton innerhalb der braunen Zifferblattfamilie: ein dunkles, gesättigtes, fast kakaofarbenes Braun. Was es von Beige, Hellbraun oder Honig abhebt, ist seine Tiefe; es wirkt warm statt kühl. Die Marke, die diese Farbe im Handel wirklich geprägt hat, ist Rolex. Ihr Schokoladenzifferblatt mit Sunray-Finish ergibt eine lebendige Oberfläche, die je nach Lichteinfall von tiefem Kakao zu hellerem Karamell wandert. 'Chocolate' war zunächst ein Spitzname der Sammler, bevor Rolex ihn selbst in der Kommunikation übernahm. Ein wichtiger Punkt: dieses werkseitig gesättigte Braun ist klar zu trennen vom Vintage-Phänomen 'Tropical', bei dem gealterte schwarze Zifferblätter über Jahrzehnte ins Braune ausbleichen.

Wer Schokoladenbraun sagt, denkt meist an Rolex, das Zifferblatt kombiniert mit 18 Karat Everose-Gold, beide warmen Töne verstärken einander. Die Datejust 41 Ref. 126331 in Stahl-Everose-Rolesor ist der zugänglichste Einstieg: Listenpreis rund 16.300 Euro, am Sekundärmarkt grob 15.500 bis 20.500 Euro je nach Band und Diamantvariante. Im oberen Bereich liegt die Day-Date 40 Ref. 228235 Everose President mit Schokoladenzifferblatt über 42.000 Euro und kann voll ausgestattet 65.000 Euro überschreiten. Sportlich handelt die Cosmograph Daytona Ref. 116515LN in Everose am Oysterflex mit Cerachrom-Lünette um 37.000 bis 51.000 Euro, während die Yacht-Master 40 Ref. 126621 mit 100 Metern Wasserdichtigkeit einen lockereren Weg bietet. Abseits von Rolex macht Omegas Schokoladen-Speedmaster Professional, gebaut von 2007 bis 2013 (Ref. 311.30.42.30.13.001 und 311.32.42.30.13.001), den Ton für rund 4.700 bis 6.000 Euro greifbar.

Das Erste, worauf man beim Kauf achten sollte, ist, ob das Zifferblatt wirklich schokoladenbraun ist oder eher ein helleres Hellbraun oder Honig; Verkäuferfotos heben die Farbe oft an oder ziehen sie ins Rote, sehen Sie die Uhr daher möglichst bei Tageslicht. Ein Sunray-Finish will Bewegung am Handgelenk, damit die Farbe spielt; ein flaches mattes Schokoladenzifferblatt wirkt klassischer, bleibt aber statisch. Dieser Ton harmoniert hervorragend mit Rosé- und Everose-Gold, mit Lederbändern in Kaffee und Cognac sowie mit wärmeren Hauttönen; gegen kalte silberne Beschläge kann der Kontrast hart werden. Wer auf Werthaltigkeit schaut, findet in der Everose-Rolesor-Datejust einen ausgewogenen Einstieg, und bei knappem Budget liefert die Schokoladen-Speedmaster denselben Ton zum Bruchteil des Preises.

Auch innerhalb von Schokoladenbraun gibt es Feinheiten. Schlichte Index-Zifferblätter bleiben ruhig und klassisch, während diamantbesetzte Varianten bei Day-Date und Datejust den Ton in eine auffälligere Richtung schieben. Bicolor-Rolesor-Modelle ziehen Schokolade ins Alltägliche, eine massive Everose President trägt sie in den Abend. Es gibt auch günstigere Schokoladen-Interpretationen, etwa Tudors Bicolor Royal. Nur sollte man es nicht mit benachbarten Brauntönen wie Honig, Hellbraun, Mahagoni oder Tabak verwechseln: Schokoladenbraun ist das dunkelste, gesättigtste Ende der Familie.

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