Die Kategorie Einstieg (<100€) umfasst Uhren, deren Verkaufspreis unter hundert Euro liegt, und innerhalb dieser Grenze ist die Landschaft überwiegend von Quarz geprägt. Ein echtes mechanisches Werk in diesem Budget zu finden, wird Jahr für Jahr schwieriger; der Markt stützt sich auf batteriebetriebene Analog- und Digitaluhren, schlagfeste Kunstharzgehäuse und schlichte, aber ehrliche Verarbeitung. Stellen Sie Ihre Erwartungen hier richtig ein. Sie suchen weder nach einer COSC-Zertifizierung noch nach einem in-house Caliber oder einem Saphirglas, aber Sie finden mit Sicherheit eine Uhr, die zuverlässig läuft, jahrelange Strapazen übersteht und echten Charakter besitzt.
Einige wenige Modelle bilden das Rückgrat dieses Segments. Die Casio F-91W, die klassische Digitaluhr in Produktion seit 1989, kostet rund 15 Euro und bleibt ein unbestreitbarer Gegenwert. Die Casio A158WA, eine silberne Vintage-Digitaluhr mit Stoppfunktion und einer Batterielaufzeit von fast sieben Jahren, liegt bei etwa 20 Euro. Für Taucheroptik bietet die Casio Duro MDV-106 mit 200 Metern Wasserdichtigkeit zu einem Listenpreis um 80 Euro, der im Angebot oft Richtung 50 Euro fällt, eines der stärksten Angebote der gesamten Preisklasse. Die G-Shock DW-5600E liegt mit einem Listenpreis von 99,95 Euro genau an der Obergrenze. Wer Mechanik will, findet die älteren Seiko 5 SNK809 und SNK807 noch zwischen 65 und 100 Euro mit automatischem Day-Date-Werk und 30 Metern Wasserdichtigkeit, auch wenn die SNK-Reihe weitgehend ausgelaufen ist und der Bestand unter 100 Euro knapper wird. Die Timex Weekender ist mit 30 bis 50 Euro der klassische Einstieg im Field-Stil.
Beim Kauf sollten Sie einiges abwägen. Quarzmodelle bieten Genauigkeit und nahezu wartungsfreien Betrieb; ein Batteriewechsel kommt erst nach Jahren und kostet fast nichts. Bei einer automatischen Seiko 5 akzeptieren Sie, dass das Werk täglich 20 bis 40 Sekunden abweichen kann und das Mineralglas Kratzer bekommt. Kunstharzbänder sind praktisch, aber wenig schön; kalkulieren Sie also weitere 10 bis 15 Euro für ein NATO- oder Lederband aus dem Zubehörhandel ein, das die Uhr komplett verwandelt. Diese Preisklasse eignet sich für Erstkäufer, Studenten, alle, die dem Gebrauchtmarkt misstrauen, und Reisende, die etwas wirklich Entbehrliches am Handgelenk wollen.
Die Untertypen sind klar abgegrenzt. Digitale Casios wie F-91W, A158WA und G-Shock belohnen Sie mit Robustheit und Funktion. Field-Uhren wie die Weekender liefern Ablesbarkeit und Zurückhaltung. Budget-Taucher wie die Casio Duro und die russische Vostok Amphibia, letztere mit 200 Metern Wasserdichtigkeit und ihrem eigenwilligen Automatikwerk 2416B, geben Ihnen eine echte Lünette und echte Dichtung. Die in die Jahre gekommenen Seiko 5 bleiben einer der letzten Anker für ein mechanisches Erlebnis zu diesem Preis. Welche Priorität Sie auch setzen, in diesem Segment eine schlechte Wahl zu treffen ist nahezu unmöglich.