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FKM-Kautschuk
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FKM-Kautschuk

FKM-Kautschuk ist ein Fluorelastomer mit Wurzeln in der Luftfahrt: ein dichtes, porenfreies Material, das Schweiß, Sonnencreme und Salzwasser abweist, ohne Staub anzuziehen. Es ist die langlebigste Klasse von Kautschukbändern.

FKM-Kautschuk, kurz für Fluorelastomer, ist ein synthetischer Kautschuk, der ursprünglich für die Luftfahrt und industrielle Dichtungen entwickelt wurde, wo Hitze, Chemikalien und UV-Strahlung schwächere Materialien zerstören. Sobald er zu einem Uhrenarmband geformt ist, wird er unter hoher Hitze und hohem Druck vulkanisiert, wobei die Polymerketten vernetzt und Elastizität, strukturelle Integrität und Chemikalienbeständigkeit dauerhaft fixiert werden. Da das Material porenfrei ist, nimmt es weder Wasser noch Schweiß auf, und weil es keine statische Ladung trägt, zieht es anders als Silikon keinen Staub und keine Fusseln an. Am Handgelenk wirkt es fester und dichter als Silikon, also hochwertig statt labberig.

Am deutlichsten zeigt sich FKM bei fitted, also modellspezifisch geschnittenen Armbändern. Crafter Blue fertigt curved-end vulkanisierte FKM-Bänder wie das TD01 für die 41mm Tudor Black Bay und das TD03 für die 39mm Black Bay 58, meist im Bereich von 60 bis 75 Euro. Rubber B finisht seine vulkanisierten Kautschukbänder in der Schweiz von Hand und passt sie an jede Rolex-Submariner-Generation an, von der 40mm non-ceramic am Oyster-Verschluss bis zur aktuellen 41mm ceramic Glidelock, üblicherweise im Bereich einiger hundert Euro. Zealande bietet fitted FKM-Optionen für Rolex, Omega, Tudor, TAG Heuer, Panerai und Sinn, während universelle FKM-Bänder mit geraden Enden deutlich günstiger beginnen.

Beim Kauf sollten Sie zwei Dinge prüfen: dass das Band wirklich aus FKM besteht und nicht aus Silikon oder NBR, das lose als Kautschuk verkauft wird, und ob es fitted für Ihr Gehäuse oder ein universelles Modell mit geraden Enden ist. Ein modellspezifisches curved-end schließt den Spalt zwischen Gehäuse und Band und lässt die Uhr integriert wirken. FKM ist die vernünftige Wahl für Taucher, für alle in heißem Klima und für Sammler, die ein Band wollen, das Sonnencreme, Chlor, Salzwasser und DEET-haltige Insektensprays übersteht, ohne auszubleichen. Die Kompromisse sind real: Es kostet mehr als Silikon und fühlt sich anfangs steifer an, eine Festigkeit, die kaum nachlässt, aber selten stört.

FKM ist nicht mit billigeren Kautschuken zu verwechseln. Das beliebte 300L von Bonetto Cinturini etwa besteht aus vulkanisiertem NBR, nicht aus FKM, und die meisten günstigen Bänder sind Silikon. Der Vorteil von FKM liegt in der Chemikalienbeständigkeit und Farbstabilität, weshalb es heute ernsthafte Taucher- und Werkzeuguhren ausstattet. Wenn man bedenkt, dass die ersten Submariner und Fifty Fathoms der 1960er auf perforierten Tropic-Bändern aus Kautschuk ausgeliefert wurden, führt FKM diese Idee mit besserer Materialwissenschaft fort, und eine moderne Marke wie Panerai, die stark auf Kautschukbänder setzt, nimmt es ganz selbstverständlich an.

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