Ein Grünes Zifferblatt ist genau das, was der Name sagt, eine Uhr mit einem in Grün gehaltenen Zifferblatt, doch hinter diesem einen Wort verbirgt sich eine enorme Bandbreite. Die Töne reichen von hellem Pistazien- und Avocadogrün bis zu tiefem Smaragd- und Jagdgrün, und das Finish ist ebenso wichtig wie der Farbton: matter Lack wirkt flach und gleichmäßig, Sunray verändert sich stark mit dem Licht, und Keramik liefert eine glänzende, farbstabile Oberfläche. Jahrzehntelang stand Grün im Schatten von Blau und Schwarz, eine Farbe, mit der die Marken vorsichtig umgingen. Das änderte sich in den 2010er Jahren, als Rolex Grün bei seinen Sportmodellen in den Vordergrund rückte, und die Farbe bekam einen festen Platz im Vokabular der Sammler.
Für die meisten ist die Rolex Submariner der Bezugspunkt. Die 116610LV 'Hulk', mit grünem Zifferblatt und grüner Keramiklünette, wurde 2010 auf der Baselworld vorgestellt und 2020 eingestellt; sie wird auf dem Zweitmarkt heute für etwa 17.600 bis 25.000 Dollar gehandelt. Die 16610LV 'Kermit' von 2003 mit grüner Lünette und schwarzem Zifferblatt lebt in ihrem aktuellen 41-mm-Nachfolger weiter, der 126610LV mit dem Spitznamen 'Starbucks' (Rolex-Listenpreis rund 10.800 Dollar). Rolex' Vorliebe für Grün zeigt sich auch in der eingestellten Milgauss 116400GV mit ihrem grün getönten Saphirglas sowie in den Pistazien-Tönen der Oyster Perpetual und den Mint- und Ombre-Grün-Zifferblättern der Datejust von 2025 bis 2026, wobei die grüne Ombre-Datejust 41 bei etwa 11.650 Dollar liegt. Erschwinglicher liegt die Omega Seamaster Diver 300M in grüner Keramik bei rund 5.150 Dollar, die Hi-Beat-Shunbun SBGJ251 von Grand Seiko bei etwa 7.300 Dollar und die Sunray-Seiko Prospex Alpinist SPB121 bei rund 700 Dollar.
Achten Sie bei der Wahl eines grünen Zifferblatts darauf, wie sich der Ton im echten Licht verhält: eine Sunray-Oberfläche kann in der Sonne kräftig und im Schatten fast grau wirken, während Keramik und Lack gleichmäßig bleiben. Das ist die Farbe für alle, die eine neutrale Garderobe auflockern wollen, ohne sich so laut wie mit Rot oder Orange festzulegen. Aus Anlagesicht haben eingestellte Stücke wie die Hulk an Wert gewonnen, während aktuelle Katalog-Grüns eher Geschmackssache sind. Denken Sie auch an die Bandwahl: braunes Leder und khakifarbene NATO-Bänder schmeicheln Grün hervorragend.
Es gibt zudem kleine, aber wachsende Untergruppen: grüne Taucher-Zifferblätter auf Bronzegehäusen, die eine passende Patina entwickeln, Steinzifferblätter aus Aventurin oder Malachit und warme, mit Gold akzentuierte Grüns wie das 'golden green' der Tudor Black Bay 58 18K. Welchen Ton Sie auch wählen, Grün ist kein vorübergehender Trend mehr; es hat sich als fester Bestandteil der Zifferblatt-Palette etabliert.























