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Jahreskalender
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Jahreskalender

Ein Jahreskalender zeigt Tag, Datum und Monat, erkennt 30- und 31-Tage-Monate selbst und braucht nur eine manuelle Korrektur pro Jahr, jeweils Ende Februar. Cleverer als ein Datumsfenster, einfacher als ein ewiger Kalender.

Der Jahreskalender ist die Komplikation, die genau dort sitzt, wo Alltagsnutzen auf mechanische Raffinesse trifft. Er zeigt Tag, Datum und Monat zusammen und weiß, welche Monate 30 oder 31 Tage haben, sodass der Besitzer nur eine manuelle Korrektur pro Jahr vornehmen muss, jeweils Ende Februar. Erfunden hat ihn Patek Philippe: 1996 wurde die Idee patentiert und mit der Referenz 5035J samt dem neuen Kaliber 315 S QA vorgestellt. Diese Uhr wurde zur Swiss Watch of the Year gekürt und kostete etwa die Hälfte eines ewigen Kalenders, was die Kalenderkomplikation für ein breiteres Publikum öffnete.

Heute gibt es echte Beispiele auf jeder Ebene. Pateks 5396, seit 2006 im Katalog, ist die klassische Aussage: Mondphase, Tag-Datum-Monat in Fenstern und das Kaliber 324 S QA LU 24H. Die Variante 5396G-017 in Weißgold mit blauem Zifferblatt, auf den Watches and Wonders 2024 gezeigt, lag bei rund 65.500 Euro Listenpreis und wird auf dem Zweitmarkt etwa zwischen 50.900 und 62.900 Euro gehandelt. Der IWC Portugieser Annual Calendar (IW503501) nutzt das Doppelfederhaus-Kaliber 52850 mit 7 Tagen Gangreserve und ordnet Monat, Datum und Tag in drei Fenstern an; in Stahl etwa 24.100 Euro neu, gebraucht rund 16.000 bis 21.000 Euro. Die deutsche Lesart liefert der A. Lange & Söhne Saxonia Annual Calendar mit Kaliber L085.1, außermittigem Mikrorotor und dem typischen Großdatum, in Platin bei etwa 62.100 Euro.

Beim Kauf zählt zuerst das Werk: ein eigenes Manufakturkaliber oder ein Kalendermodul auf einer Basis, denn das beeinflusst Service und Eleganz gleichermaßen. Achten Sie darauf, wo die Korrektoren für Datum und Tag sitzen und wie klar die Anleitung das Einstellen erklärt, denn darauf läuft der Alltag hinaus. Der Jahreskalender passt zum Sammler, der mehr will als ein schlichtes Datum, aber Kosten und Aufwand eines ewigen Kalenders scheut. Der einzige echte Kompromiss ist diese Korrektur Ende Februar, und das Neueinstellen nach Stillstand verlangt etwas Sorgfalt.

Es gibt auch einen erschwinglichen Bereich. Montblancs Heritage Chronométrie Chronograph Annual Calendar verbindet die Komplikation mit einem Chronograph für rund 9.500 Euro in Stahl, und Frederique Constant bietet komplexe Kalender zu zugänglichen Preisen. Zwischen schlichten Anzeigen, Mondphasen-Versionen, Gangreserve-Anzeigen und Chronograph-Kombinationen sind die Untertypen breit gefächert, sodass Sie nach Budget und gewünschter Ablesbarkeit wählen können.

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