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Kompassuhr
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Kompassuhr

Eine Kompassuhr hilft mit drehbarer Lünette oder elektronischem Sensor bei der Orientierung. Vom sonnenbasierten Ring der Seiko Alpinist bis zum Digitalkompass der Casio Pro Trek zeigen wir echte Modelle und Preise.

Eine Kompassuhr ist eine Werkzeuguhr, die bei der Orientierung hilft, entweder über eine drehbare Lünette mit Himmelsrichtungen oder über einen elektronischen Sensor. Die meisten mechanischen Modelle besitzen keine Magnetnadel, denn Magnete und ein mechanisches Movement vertragen sich schlecht. Stattdessen arbeitet die Lünette wie eine Sonnenuhr und nutzt den Sonnenstand im Verhältnis zur angezeigten Uhrzeit. Die Methode ist einfach: Das Zifferblatt waagerecht halten, den Stundenzeiger zur Sonne ausrichten und die Lünette so drehen, dass die S-Markierung in der Mitte zwischen Stundenzeiger und 12 sitzt. Seiko hat die Idee mit der Alpinist verbreitet, die ab 1961 für japanische Bergsteiger gebaut wurde.

Das klarste moderne Beispiel ist die Seiko Prospex Alpinist. Die SPB121 misst 39,5 mm, nutzt das Kaliber 6R35 mit 70 Stunden Gangreserve, ist bis 200 Meter dicht und dreht ihren inneren Kompassring über eine zweite Krone bei 4 Uhr, alles für rund 700 Euro im Handel. Hamiltons Khaki Field Expedition geht einen anderen Weg mit einer grob gezahnten, bidirektional gravierten Kompasslünette und ist in 37 mm und 41 mm für etwa 1.000 Euro erhältlich. Darüber liegt die Bremont Terra Nova 40.5 Turning Bezel bei rund 4.150 bis 4.450 Euro, während die Montblanc 1858 Geosphere eine Kompasslünette aus Titan und Keramik mit einer Worldtime-Komplikation auf klarem Luxusniveau verbindet.

Beim Kauf sollten Sie zuerst entscheiden, welche Art von Kompass Sie wirklich brauchen. Eine mechanische Uhr mit Lünette ist schlicht, braucht keine Batterie und fällt nie aus, verlangt aber sichtbare Sonne und liefert nur eine ungefähre Ablesung. Entscheidend sind daher Leuchtmasse, präzise Lünettenrastung und ein gut lesbares Zifferblatt. Wer einen echten Magnetkompass und eine genaue Richtung will, ist mit elektronischen Modellen wie der Casio Pro Trek oder einer Suunto besser bedient, die jedoch Batterie oder Solarzelle und ein digitales Erscheinungsbild mitbringen. Die Citizen Promaster Altichron liegt dazwischen und kombiniert einen analogen Höhenmesser mit einer um 360 Grad drehbaren Kompasslünette.

Für wen eignet sie sich? Eine Kompasslünette passt zum Käufer, der Feldcharakter und eine grobe Notfallrichtung mehr schätzt als präzise Navigation, und eignet sich gut für den Alltag. Ernsthafte Wanderer und alle, die Genauigkeit brauchen, sollten zu elektronischen Triple-Sensor-Uhren greifen. Hybride wie die Tissot T-Touch verbinden beides und bieten einen per Touch bedienten Kompass auf Basis von Magnetfluss unter einem analogen Zifferblatt.

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