Silikon ist ein synthetischer Kautschuk und überzeugt in der Armbandwelt vor allem durch seine Weichheit. Es ist direkt aus der Verpackung geschmeidig und hautfreundlich, und genau das unterscheidet es vom festeren FKM-Kautschuk. Weil es hypoallergen ist, reizt es empfindliche Haut nur selten, wobei billige Farbstoffe und Füllstoffe die Ausnahme sein können, und es ist gleichgültig gegenüber Schweiß und Wasser, was es zur natürlichen Wahl für Fitnessstudio, Trail und Schwimmbad macht. Die Nachteile sind real: Silikon trägt eine statische Ladung und zieht daher Staub und Fusseln an, und es verliert mit der Zeit etwas an Elastizität. Sein großer Pluspunkt für viele Käufer ist die Farbe, denn es wird von zarten Pastelltönen bis zu kräftigen Grundfarben gegossen.
Es lohnt sich zu wissen, was wirklich Silikon ist und was nicht. Viele der weichen Sportbänder, die man dazuzählt, das Apple Watch Sport Band, das Nike Sport Band mit seinen formgepressten Perforationen und das Nomad Sport Band, bestehen tatsächlich aus Fluorelastomer, einem nahen Verwandten. Echtes Silikon an einer ernst zu nehmenden Uhr trägt die Swatch x Omega MoonSwatch auf einem weichen 20-mm-Band, und im Aftermarket gibt es zahllose günstige Silikonbänder. Der italienische Hersteller Bonetto Cinturini liegt eine Stufe höher mit vulkanisierten Kautschukbändern im Bereich von etwa 28 bis 46 Euro.
Zum Preis: Einfache Silikonbänder kosten meist rund 10 bis 25 Euro, hochwertige Silikonoptionen steigen auf etwa 40 bis 80 Euro; zum Vergleich liegen hochwertige FKM-Bänder bei rund 80 bis 200 Euro. Messen Sie vor dem Kauf die Stegbreite, da 18 mm, 20 mm, 22 mm und 24 mm üblich sind, und prüfen Sie, ob das Band Quick-Release-Federstege nutzt, mit denen Sie es ohne Werkzeug wechseln. Der Haken ist die Lebensdauer: Silikon hält bei regelmäßigem Tragen meist etwa 1 bis 2 Jahre, FKM dagegen 3 bis 5 Jahre, sodass Sie häufiger nachkaufen müssen. UV-Licht, Chlor, Sonnencreme und Salzwasser nutzen es schneller ab.
Die Pflege ist einfach, verzeiht aber keine Nachlässigkeit: Reinigen Sie das Band mit warmem Wasser und etwas mildem Spülmittel, schrubben Sie sanft mit einer weichen Bürste, spülen und tupfen Sie es trocken, und meiden Sie Bleichmittel und scharfe Lösungsmittel. Ein Hinweis am Rande, der die Fluorelastomer-Bänder betrifft, nicht das Silikon selbst: Eine Studie von 2024 fand erhöhte PFAS-Werte in mehreren Sportbändern, daher lohnt es sich bei dauerhaftem Hautkontakt, Marken mit transparenter Materialangabe zu bevorzugen.