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Sunburst
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Sunburst

Ein Sunburst-Zifferblatt wirft feine Schliffstrahlen aus der Mitte nach außen und fängt so das Licht, dass die Farbe mit jeder Handbewegung wechselt. Am stärksten wirkt es in Blau, Grün und Bordeaux.

Ein Sunburst-Zifferblatt, das mehrere Marken einschließlich Rolex Sunray nennen, ist durch mikroskopisch feine Schliffstrahlen geprägt, die von der Mitte nach außen verlaufen. Üblicherweise wird ein Messingrohling auf einer Spindel gedreht, während eine abrasive Bürste die Strahlen von innen nach außen einarbeitet; danach wird die Oberfläche lackiert oder bemalt. Das Ergebnis ist Bewegung: Statt eines flachen Tons hellt das Zifferblatt auf und dunkelt nach, je nachdem wie das Licht darüberstreicht. Die Technik wurde in den 1950er und 1960er Jahren populär und wirkt bis heute lebendiger und tiefer als ein schlichtes mattes Zifferblatt.

Echte Beispiele finden sich in jeder Preisklasse. Rolex bietet beim Day-Date 40 Everose ein metallisch olivgrünes Sunray-Zifferblatt, während Omegas Seamaster Aqua Terra 150M sonnengeschliffene Zifferblätter nutzt, etwa das Teak-Muster in Summer Blue und die Shades-Kollektion in Atlantic Blue, neu meist ab rund 7.000 Euro. Die Grand Seiko SBGA413 Shunbun verbindet ein zartrosa Zifferblatt mit Titangehäuse und dem Spring-Drive-Kaliber 9R65 und wird gebraucht für etwa 5.000 bis 6.600 Euro gehandelt, bei einem Listenpreis um 7.000 Euro. Günstiger liefern die Longines Master Collection mit Sunray-Blau, die TAG Heuer Monaco mit blauem Sunburst und die Rado Captain Cook mit Bordeaux-Zifferblatt im Bronzegehäuse denselben Effekt.

Beim Kauf lohnt der genaue Blick darauf, wie die Strahlen zusammenlaufen und sich auffächern. Bei einem guten Sunburst bündeln sich die Linien sauber in der Mitte und verteilen sich gleichmäßig; bei einem billigen wirken sie verschmiert oder richtungslos. Dunkles Blau, Grün und Bordeaux geben den stärksten Kontrast, weil die strukturierte Fläche im Licht hart aufblitzt, während Silber- und Champagnertöne den Effekt dezenter halten. Ein Hinweis: Sunburst-Zifferblätter zeigen Staub und Fingerabdrücke, schauen Sie eine Uhr daher bei Tageslicht aus mehreren Winkeln an, nicht nur unter einem Vitrinenstrahler.

Eine kurze Abgrenzung hilft. Ein Fumé- oder Degradé-Zifferblatt legt einen Farbverlauf von der Mitte zum Rand über den Sunburst und sorgt für mehr Dramatik; bei manchen Taucher- und GMT-Modellen wird der radiale Schliff auch auf eine Metalllünette übertragen. Ein reiner einfarbiger Sunburst bleibt klassisch und zurückhaltend, während Fumé- und kräftige Farbvarianten auffälliger wirken, sodass Uhr und Geschmack die Richtung vorgeben.

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