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Tachymeter-Chronograph
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Tachymeter-Chronograph

Ein Tachymeter-Chronograph trägt eine Skala, auf der Lünette oder dem Zifferblatt, die verstrichene Zeit über eine feste Strecke in Durchschnittsgeschwindigkeit umrechnet. Speedmaster, Daytona und Carrera prägen den Typ.

Ein Tachymeter-Chronograph ist eine Stoppuhr mit einer Skala, die die verstrichene Zeit über eine bekannte Strecke in Durchschnittsgeschwindigkeit umrechnet. Die Skala saß ursprünglich auf dem Zifferblattrand, doch Omega verlegte sie mit der Speedmaster von 1957 auf die Lünette, eine Entscheidung des Designers Claude Baillod, vermarktet als 'Tacho-Productometer', die das Zifferblatt entlastete und die Ablesbarkeit verbesserte. Das Prinzip ist einfach: Sie starten den Chronographen, wenn das Objekt die Startlinie passiert, und stoppen ihn eine Meile oder einen Kilometer später; der Sekundenzeiger zeigt die Geschwindigkeit. Brauchen Sie 45 Sekunden, steht der Zeiger auf 80, also 80 Einheiten pro Stunde. Der Haken: ein klassisches Tachymeter funktioniert nur bei Ereignissen unter 60 Sekunden.

Echte Beispiele decken die gesamte Preisspanne ab. Die Omega Speedmaster Moonwatch Professional mit dem handaufzugsfähigen Calibre 3861 (Co-Axial Master Chronometer, METAS-zertifiziert) und einer eloxierten Aluminium-Tachymeter-Lünette kostet rund 7.300 Euro in der Hesalit-Version, und das aktuelle Modell holt das alte Detail 'dot over 90' zurück. Die Rolex Cosmograph Daytona Ref. 126500LN kombiniert ein 40mm-Stahlgehäuse mit einer Keramik-Tachymeter-Lünette (Cerachrom); Listenpreis etwa 15.000 Euro, am Zweitmarkt jedoch deutlich über 30.000 Euro. Darunter liegt der TAG Heuer Carrera mit Calibre 16 oder Heuer 02 bei 3.700 bis 5.500 Euro, der Zenith Chronomaster El Primero 1969 bei rund 6.500 Euro und der Hamilton Intra-Matic Auto Chrono bei etwa 1.900 Euro.

Beim Kauf zählt zuerst die Lage der Skala. Ein Tachymeter auf der Lünette wie bei Speedmaster oder Daytona liest sich klar, prägt aber den Charakter der Uhr stark, während die Variante am Zifferblattrand eleganter und dezenter bleibt. Seien Sie ehrlich, ob Sie je etwas stoppen werden; für die meisten ist diese Skala ein optischer Motorsport-Code, kein Werkzeug, und das ist völlig in Ordnung. Am Zweitmarkt prüfen Sie, ob der Lünetteneinsatz original und nicht verblasst oder getauscht ist, ob die Ziffern fluchten und wie knackig die Drücker arbeiten. Bei Vintage-Speedmastern sind Lünetten-Varianten für die Datierung wichtig.

Eine nützliche Feinheit: Weil ein flaches Tachymeter Ereignisse über 60 Sekunden nicht erfassen kann, drucken einige Marken eine spiralförmige, sogenannte 'snail'-Tachymeterskala auf das Zifferblatt, um längere Zeiten abzulesen, etwa bei manchen radsportlich geprägten Chronographen. Welche Variante passt, hängt davon ab, ob Ihnen die Rennsport-Optik oder der echte Messbereich wichtiger ist.

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