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Automatik
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Automatik

Eine Automatik-Uhr zieht sich durch die Bewegung Ihres Handgelenks selbst auf. Ein Rotor dreht sich, die Zugfeder lädt, keine Batterie nötig. Von der Seiko 5 bis zur Rolex Oyster Perpetual.

Automatik bedeutet, dass eine Uhr sich durch die natürliche Bewegung Ihres Handgelenks selbst aufzieht. Im Inneren dreht ein halbmondförmiger Rotor bei der kleinsten Geste und lädt über eine Reihe von Reversing Wheels die Zugfeder. Es gibt keine Batterie und kein tägliches Aufziehen von Hand. Die erste Automatik-Armbanduhr stammt von dem britischen Uhrmacher John Harwood, der sie 1923 entwickelte und 1924 patentieren ließ; seine Schwungmasse schwang nur etwa 300 Grad und schlug gegen Pufferfedern. 1931 stellte Rolex zusammen mit Aegler den Perpetual-Rotor vor, der sich volle 360 Grad frei ohne Anschlagfedern drehte, und diese Verfeinerung prägt bis heute den Standard. Die Gangreserve, also die Zahl der Stunden, die eine Uhr ohne Handgelenk weiterläuft, ist die Kennzahl dieser Gattung.

Die echten Beispiele reichen über jedes Budget. Im Einstieg liefert die Seiko 5 Sports mit Seikos NH35/4R35-Kaliber rund 41 Stunden Gangreserve und liegt bei etwa 300 bis 400 Euro. Eine Stufe höher nutzt die Hamilton Khaki Field Automatic das ETA-basierte H-10 mit 80 Stunden Reserve und kostet am Stahlband etwa 540 bis 745 Euro. Die Tissot PRX Powermatic 80, ebenfalls mit dieser 80-Stunden-Zugfeder, ist mit rund 700 Euro ein starkes Angebot. Im Luxussegment liegt die Tudor Black Bay 58 bei etwa 3.900 bis 5.350 Euro, die Omega Seamaster Diver 300M Master Co-Axial bei rund 6.700 Euro und die Rolex Oyster Perpetual je nach Gehäusegröße zwischen 5.650 und 6.500 Euro.

Beim Kauf lohnt der Blick auf ein paar konkrete Dinge. Hacking Seconds, bei dem der Sekundenzeiger beim Ziehen der Krone stehen bleibt, erlaubt das genaue Stellen; Hand-Winding lässt eine stehengebliebene Uhr über die Krone starten. Das NH35 bietet beides, dem älteren Miyota 8215 fehlen die Hacking Seconds. Die Gangreserve zählt mehr als reine Spezifikationen: Der Unterschied zwischen einem ETA 2824 mit 38 Stunden und einem Powermatic 80 mit 80 Stunden entscheidet, ob die Uhr am Montag steht oder läuft, wenn Sie sie Freitagabend abgelegt haben. Eine Automatik passt zu Menschen, die sie fast täglich tragen und den mechanischen Puls mögen. Wer sie selten trägt, braucht einen Uhrenbeweger oder die Gewohnheit des Handaufzugs, der kleine Preis dafür, dass man auf Quarz verzichtet.

Automatik ist nicht der einzige Zweig der Aufzugsfamilie. Handaufzug-Uhren tragen keinen Rotor, erlauben flachere Gehäuse, verlangen aber den täglichen Dreh an der Krone. COSC-zertifizierte Chronometer-Kaliber versprechen mit -4/+6 Sekunden pro Tag eine engere Genauigkeit, und Omegas Master-Chronometer-Standard fügt noch Magnetfeldresistenz hinzu. Automatik ist schlicht die praktischste und häufigste Form davon: anlegen, bewegen, und sie läuft.

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