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Mechanisch
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Mechanisch

Eine mechanische Uhr läuft über eine aufgezogene Zugfeder, nicht über eine Batterie. Die Energie fließt über Hemmung und Unruh in die Zeitanzeige. Ob Handaufzug oder Automatik: hier liegt die Seele des Handwerks.

Eine mechanische Uhr trägt keine Batterie. Ihre Kraft stammt aus einer Zugfeder, die sich beim Aufziehen spannt und kontrolliert wieder entspannt. Diese Energie wandert durch ein Räderwerk, wird von der Hemmung portioniert und von der schwingenden Unruh mit Spiralfeder in Sekunden verwandelt. Die Grundidee reicht zu den ersten tragbaren Uhren kurz nach 1500 zurück, gefertigt von Handwerkern wie Peter Henlein, einem Schlosser in Nürnberg, während die Armbanduhr meist Abraham-Louis Breguet um 1810 zugeschrieben wird. Die Kategorie teilt sich in zwei Lager: Uhren mit Handaufzug, die Sie über die Krone aufziehen, und Automatikuhren, die sich über einen von der Handbewegung angetriebenen Rotor selbst aufziehen.

Am günstigen Ende des Handaufzugs steht die Hamilton Khaki Field Mechanical (H69439931): eine 38mm Stahl-Felduhr mit dem Kaliber H-50 und 80 Stunden Gangreserve, meist zwischen 450 und 650 Euro. Eine Stufe höher verbindet die Nomos Glashütte Tangente klare Bauhaus-Optik mit dem Handaufzugskaliber Alpha, heute als DUW 4001 bezeichnet, neu ab rund 1.860 Euro. Noch darüber kostet die manuelle 39mm Patek Philippe Calatrava Referenz 6119 etwa 41.000 Euro, und die A. Lange & Söhne Lange 1 mit dem handaufgezogenen Kaliber L121.1 und 72 Stunden Gangreserve liegt im Schnitt bei rund 31.000 Euro. Zenith belebte sein historisches Calibre 135 zur Watches and Wonders 2025 in der Platin-G.F.J. wieder, ein Zeichen, dass der Handaufzug in der Haute Horlogerie weiterlebt.

Ein Kauf verlangt ehrliche Erwartungen. Eine gute mechanische Uhr kann pro Tag 10 bis 15 Sekunden abweichen, eine COSC-Zertifizierung garantiert ein engeres Fenster von minus vier bis plus sechs Sekunden. Wer die monatliche Genauigkeit einer Quarzuhr sucht, wird mit Mechanik unzufrieden sein; wer ein Werk will, das man aufzieht, hört und über Jahrzehnte am Leben hält, ist hier richtig. Handaufzugswerke bauen ohne Rotor meist flacher, was Liebhaber flacher Dress Watches schätzen, während Automatikuhren denen liegen, die täglich dieselbe Uhr tragen.

Rechnen Sie die Pflege ein. Die meisten mechanischen Uhren wollen alle drei bis fünf Jahre eine Revision, eine komplette Überholung kostet je nach Werk und Marke etwa 150 bis 700 Euro. Das gehört zur Kategorie, es ist kein Mangel. Für die erste mechanische Uhr sind eine Hamilton oder eine Seiko 5 sinnvoll; zum Werkschauen eine Nomos mit Saphir-Glasboden; für ein Stück zum Weitergeben ein Manufakturkaliber wie das der Calatrava oder Lange 1.

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