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Skelettwerk
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Skelettwerk

Ein Skelettwerk öffnet Zifferblatt und Brücken, sodass Räder, Unruh und Federhaus offen sichtbar bleiben. Hier steht die Mechanik selbst im Schaufenster, nicht ein bedrucktes Zifferblatt.

Ein Skelettwerk ist jene offene Werktechnik, bei der Zifferblatt und Brückenflächen so weit ausgeschnitten werden, dass Räder, Unruh und Federhaus mit bloßem Auge sichtbar werden. Der Ursprung reicht um 1760 zum französischen Uhrmacher André-Charles Caron zurück, 1698 geboren und Uhrmacher Ludwigs XV., der eine subtraktive Methode entwickelte: Er trug jedes nicht tragende Stück Metall von Platine und Brücken ab, ohne die strukturelle Stabilität des Werks zu gefährden. In der Branche lohnt eine Unterscheidung. Ein skelettiertes Werk entsteht, indem aus einem bestehenden Kaliber nachträglich Material entfernt wird, während ein durchbrochenes Werk von Beginn an offen konstruiert ist. In beiden Fällen sehen Sie die Mechanik selbst, nicht eine aufgesetzte Verzierung.

Das Feld reicht heute über alle Preisklassen. Die Cartier Santos-Dumont Skeleton nutzt das Kaliber 9629 MC mit einem Mikrorotor in Form von Santos-Dumonts Demoiselle-Flugzeug und kostet rund 27.900 Euro, die größere 43,5mm-Version WHSA0044 von 2025 liegt etwas darüber. Höher angesiedelt ist die Audemars Piguet Royal Oak Double Balance Wheel Openworked: Die 41mm-Stahlreferenz 15407ST mit dem Kaliber 3132 liegt bei etwa 76.100 Euro Liste, wird gebraucht aber weit über 140.000 Euro gehandelt, während die Gelbgold-Variante 15407BA bei rund 100.700 Euro liegt. Noch höher rangiert die titanene Royal Oak Perpetual Calendar Openworked bei etwa 232.000 Dollar. Bei Zenith trägt die Defy Skyline Chronograph Skeleton ein durchbrochenes El Primero 3600 und liegt bei rund 15.900 Euro, die reine Zeitversion Defy Skyline Skeleton bei etwa 10.000 Dollar. Die Roger Dubuis Excalibur Automatic Skeleton, nach den Vorgaben des Genfer Siegels vollendet, beginnt bei etwa 60.000 Dollar in Titan.

Das Erste, was Sie beurteilen sollten, ist die Güte der Finissierung. Der Unterschied zwischen einer Brücke mit von Hand angliertem und poliertem Rand und sauberen scharfen Innenwinkeln und einer schlicht per CNC ausgehöhlten Brücke mit stumpfen Kanten ist auf Armlänge sichtbar und treibt den Preis. Der zweite Punkt ist die Ablesbarkeit. Ein offenes Zifferblatt lässt Licht aus jeder Richtung durch, daher ist der Zeigerkontrast bei den meisten Skelettuhren die Schwachstelle; betrachten Sie die Uhr vor unterschiedlichen Hintergründen. Dieser Stil passt zu Käufern, die die Mechanik wie Schmuck tragen wollen und Aufmerksamkeit nicht scheuen; wer eine ruhige, klassische Alltagsuhr sucht, dem kann er zu unruhig sein.

Die Einstiegsklasse sollte man nicht abtun. Die Hamilton Jazzmaster Skeleton mit einem Kaliber auf Basis des ETA C07.111 und 80 Stunden Gangreserve bietet ehrliche offene Werktechnik für etwa 1.375 bis 1.495 Dollar, und die Tissot Chemin des Tourelles Squelette öffnet in Stahl und Gold-PVD eine ähnliche Tür in Kleideruhrproportionen. Bei Hublot zeigen Big Bang und Square Bang Unico Sapphire den HUB1280 Unico Flyback-Chronographen mit offen liegendem Säulenrad und Datumsring, eine lautere, modernere Lesart derselben Idee. Skelettwerk benennt also einen Ansatz, keine einzelne Preisklasse.

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