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Batterie-Quarz
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Batterie-Quarz

Batterie-Quarz ist der Ursprung des Quarz: Eine wechselbare Silberoxid-Zelle treibt einen Kristall an, der mit 32.768 Hz schwingt. Wartungsarm, präzise und in einer sehr breiten Preisspanne.

Batterie-Quarz ist der ursprüngliche und noch immer häufigste Zweig der Quarzuhrmacherei: Die Energie kommt aus einer kleinen Knopfzelle, eine winzige Schaltung lässt den Kristall mit 32.768 Hz schwingen, und diese Schwingung wird auf einen Schritt pro Sekunde heruntergeteilt. Der einzige Unterschied zum Solar-Quarz liegt in der Energiequelle. Hier steckt keine Solarzelle unter dem Zifferblatt, sondern eine wechselbare Batterie. Die meisten Modelle nutzen eine Silberoxid-Zelle, allen voran die SR626SW (377), die 1,55 Volt liefert und diese Spannung bis zum Ende flach hält. Genau diese flache Entladekurve ist der Grund, warum solche Uhren über Jahre dieselbe Genauigkeit halten. Ein normaler Batterie-Quarz weicht etwa 15 Sekunden pro Monat ab, und eine Zelle hält in der Regel zwei bis drei Jahre, wobei Chronograph, Alarm oder Beleuchtung das verkürzen.

Die Kategorie deckt eine enorme Spanne an Preis und Verarbeitung ab. An der Spitze steht das Kaliber 9F von Grand Seiko, 1993 im Shinshu Watch Studio in Shiojiri entstanden: rund 10 Sekunden Abweichung pro Jahr, mit einem Twin Pulse Control Motor und einem Backlash-Auto-Adjust-Mechanismus, der das übliche Zittern des Sekundenzeigers beseitigt. Referenzen wie die SBGX261 (schwarzes Zifferblatt) und SBGX259 (weißes Zifferblatt) liegen 2024-2026 bei etwa 2.300 bis 2.600 Euro, die oberen 9F-Modelle übersteigen 4.200 Euro. Die SuperQuartz-Linie von Breitling ist thermokompensiert und COSC-zertifiziert; das Caliber 82 weicht rund 10 Sekunden pro Jahr ab und treibt Aerospace und Endurance Pro an. Im günstigeren Bereich decken die Trendline-Kaliber F06.115 und F06.111 von ETA das erschwingliche Schweizer Segment ab, und die Tissot PRX Quartz nutzt das F06.115 und beginnt bei etwa 375 Euro.

Die erste Frage, die Sie sich stellen sollten, ist, wie viel Genauigkeit Sie wirklich brauchen. Für den Alltag ist jeder Quarz von Seiko, Casio oder Tissot mehr als genau genug und liegt meist zwischen 100 und 200 Euro. Wenn es auf die Sekunde ankommt, schauen Sie auf thermokompensierten Hochpräzisionsquarz (HAQ), also auf Grand Seiko 9F oder Breitling SuperQuartz. Der nötige Batteriewechsel klingt nach Nachteil, ist aber wirklich günstig und schnell, in Minuten bei jedem guten Uhrmacher erledigt, idealerweise mit einer Dichtungsprüfung für die Wasserdichtigkeit. Wer eine Uhr will, die nicht aufgezogen werden muss, dünn und leicht bleibt und einfach läuft, trifft mit Batterie-Quarz weiterhin die vernünftigste Wahl.

Eine kleine, lohnende Feinheit: Lichtbetriebene Systeme (das Eco-Drive Caliber 0100 von Citizen erreicht eine Sekunde pro Jahr) gehören nicht in diese Kategorie, da sie eine aufladbare Zelle statt einer wechselbaren Batterie nutzen. Die absoluten Genauigkeitsrekorde liegen auf jener Seite, doch Batterie-Quarz punktet mit Einfachheit: Die Zelle ist leer, Sie tauschen sie, und die Uhr läuft über Jahre unverändert weiter. Quarzwerke vom Format eines Casio können deutlich über zwanzig Jahre laufen, der eigentliche Verbrauchsteil ist also meist nur diese kleine Silberzelle, eingesetzt, wenn es so weit ist.

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Häufig gestellte Fragen