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Bicolor
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Bicolor

Bicolor-Uhren setzen ein Stahlgehäuse gegen Gold an Lünette, Krone und mittleren Bandgliedern. Von Rolex' Rolesor bis zur Tudor Black Bay S&G eine Gestaltungssprache, die fast jede große Manufaktur interpretiert hat.

Bicolor bezeichnet eine Uhr, die Stahl und Gold an Gehäuse und Band nebeneinander führt. Der Faden reicht bis 1933 zurück, als Rolex die Stahl-Gold-Kombination patentierte und Rolesor nannte. An eine Uhr gelangte der Look erst 1948, als die Datejust ihn übernahm: Gelbgold an Lünette, Krone und mittleren Gliedern, der Rest von Gehäuse und Band in Stahl. Die Logik ist praktisch. Stahl steckt die täglichen Stöße weg, während Gold genau dort Wärme setzt, wohin das Auge wandert, an der Lünette und am Mittelstreifen über dem Handgelenk. Das Ergebnis wirkt weder ganz sportlich noch ganz elegant, weshalb es am Schreibtisch wie beim Wochenendessen passt.

Referenzpunkt der Kategorie bleibt Rolex Rolesor, heute in drei Varianten. Die Submariner 126613LN ist Yellow Rolesor, ein 41mm-Gehäuse aus Stahl und Gelbgold mit schwarzem Zifferblatt und schwarzer Lünette, Listenpreis etwa 17.600 Euro, gebraucht rund 15.000 Euro. Die GMT-Master II 126711CHNR, der Everose Rolesor 'Root Beer', trägt eine braun-schwarze Cerachrom-Lünette und das 70-Stunden-Kaliber 3285, etwa 17.400 Euro. Darunter liegen Tudor Black Bay S&G Dreizeiger bei 3.100 bis 3.400 Euro in 32, 36 und 41mm, der Black Bay Chrono S&G bei rund 6.500 bis 7.500 Euro. Eine Omega Aqua Terra Bicolor liegt bei 6.000 bis 9.000 Euro, eine Cartier Santos Bicolor bei 7.000 bis 18.000 Euro, eine Audemars Piguet Royal Oak Bicolor ab etwa 40.000 bis 85.000 Euro.

Als Erstes prüft man, was das Gold wirklich ist. Massives 18k-Gold an Lünette und Gliedern ist echt; eine goldfarbene Beschichtung oder PVD ist es nicht, sie trägt sich über die Jahre ab, massives Gold nicht. Zweitens die Balance: Modelle mit wenig Gold tragen sich zurückhaltender, ein kräftiges Gold-Mittelglied setzt ein lauteres Zeichen, die Wahl liegt bei Ihnen. Bei einem Vintage-Stück prüfen Sie, dass die Goldglieder nicht durchgetragen sind, die Lünettenzähne scharf bleiben und die Krone aus Originalgold ist. Bicolor passt zum Käufer, der mit einer Uhr formelles und legeres Terrain abdecken will und reinen Stahl etwas schlicht findet.

Als Nuance bestimmt die Goldfarbe den ganzen Charakter. Gelbgold ist der Klassiker mit dem höchsten Kontrast, Everose, also Roségold, wirkt weicher und moderner, und beim White Rolesor sitzt das Gold nur an der Lünette, sodass die Uhr aus der Distanz reinem Stahl gleicht. Wählen Sie nach Hautton und Garderobe: Gelbgold schmeichelt dunklen Zifferblättern, Roségold harmoniert mit neutralen und braunen Tönen.

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Häufig gestellte Fragen