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Gold
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Gold

Gold ist das warme, schwere Edelmetall im Herzen der feinen Uhrmacherei, fast immer als 18k-Legierung in Gelb, Weiß oder Rosé verarbeitet. Patentierte Legierungen wie Rolex Everose und Omega Sedna halten ihre Farbe über Jahrzehnte.

Gold kleidet Uhrengehäuse seit weit über einem Jahrhundert, und heute kommt es fast immer als 18k vor, also als Legierung aus 75 Prozent Feingold und 25 Prozent anderen Metallen, im Inneren des Gehäuses mit 750 gestempelt. Reines Gold ist für ein Handgelenk zu weich, deshalb sorgen Kupfer, Silber und Palladium für Härte und Farbe. Gelbgold setzt auf Kupfer und Silber, Weißgold nutzt Palladium oder Nickel und wird meist mit Rhodium beschichtet, um kühler zu strahlen, und Roségold erhält durch einen höheren Kupferanteil seinen warmen rosa Ton. Der Lohn ist dieses unverwechselbare Gewicht beim Anheben der Uhr, dazu eine Oberfläche, die anders als Vergoldung oder PVD nie zu einer anderen Farbe durchscheuert.

Echte Modelle stecken die Kategorie gut ab. Die Rolex Day-Date entsteht ausschließlich aus Edelmetall: 18k Gelb-, Weiß-, Everose-Gold oder Platin, und eine moderne Day-Date 40 (228238) am President-Band mit geriffelter Lünette liegt im Handel bei rund 52.000 Euro, gebraucht ab etwa 42.000 Euro, während eine vintage Ref. 1803 in Gelbgold in ehrlichem Zustand ab etwa 12.000 Euro zu finden ist. Tudor rückte Vollgold 2024 auf der Watches and Wonders näher heran, mit der 18k Gelbgold Black Bay 58 für 32.100 Euro, ein deutlicher Sprung gegenüber den Stahlversionen um 4.000 Euro. An der Spitze beginnt eine 41 mm Gelbgold Audemars Piguet Royal Oak bei rund 60.000 Euro, skelettierte und komplizierte Stücke liegen weit über 200.000 Euro, und eine Patek Philippe Nautilus aus Vollgold am Band für Herren übersteigt 100.000 Euro.

Beim Kauf gilt es zuerst, Vollgold von Vergoldung oder PVD zu trennen. Vergoldung legt einen dünnen Goldfilm über ein Basismetall und scheuert binnen weniger Jahre an den Kanten durch; PVD beschreibt meist nur einen goldenen Farbton über Stahl, gar kein Vollgold. Vollgold fühlt sich in der Hand spürbar schwerer an und trägt am Gehäuseboden eine Feingehaltspunze wie 750, 585 oder 375. Eine Golduhr passt zu Käufern, die eine elegantere Präsenz und bleibenden Materialwert wollen und ein weicheres, kratzempfindlicheres Gehäuse als Stahl in Kauf nehmen. Gelb und Rosé schmeicheln warmen Hauttönen, Weißgold wirkt zurückhaltender, fast wie veredelter Stahl.

Die Farbe ist nicht nur Geschmack, sondern Metallurgie. Rolex Everose ist eine patentierte Legierung aus mindestens 75 Prozent Gold, etwa 20 Prozent Kupfer sowie Palladium und Indium, wobei das Palladium das Rosé über die Jahrzehnte vor dem Vergilben bewahrt. Omegas Sedna Gold folgt derselben Logik und fixiert die Wärme des Kupfers mit Palladium, damit der Ton stabil bleibt. Weißgold ist im Alltag oft härter und kratzfester, doch seine Rhodiumschicht kann über die Jahre dünner werden und einen leichten Warmton durchscheinen lassen. Welchen Ton Sie auch wählen, 18k gilt vom gehobenen Segment aufwärts als Standard.

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