Zum Inhalt springen
Logo
Roségold
Kategorie

Roségold

Roségold ist die Gehäuselegierung aus Gold und Kupfer mit warmem, rosa Ton. Von Rolex Everose bis Omega Sedna zeigt diese Seite die modernen, farbstabilen Legierungen und die echten Modelle dazu.

Roségold ist Gold, das mit Kupfer legiert wird, und genau dieses Kupfer verleiht dem Gehäuse seinen warmen, rosafarbenen Schimmer. Standardmäßiges 18-karätiges 5N-Roségold enthält rund 20,5 Prozent Kupfer, der hellere 4N-Ton wirkt blasser und zarter. Der Haken: Kupfer ist zugleich die Schwachstelle. Durch Feuchtigkeit, Schweiß, Chlor und UV oxidiert es, und die Farbe kann über die Jahre matter werden. Um das zu lösen, entwickelten Marken eigene Legierungen. Rolex stellte Everose, seine erste patentierte Legierung, 2005 auf dem Cosmograph Daytona vor. Mit etwa 75 Prozent Gold und 20 Prozent Kupfer plus etwas Platin oder Palladium, das den Ton fixiert, hält Everose seine Farbe gegen Salzwasser und Chlor deutlich besser als gewöhnliches Roségold.

Echte Referenzen zeigen, wie Ton und Preis zusammenpassen. Die komplett aus Everose gefertigte Rolex GMT-Master II 'Root Beer' Ref 126715 wechselt am Zweitmarkt für rund 40.000 bis 48.000 Euro den Besitzer, während Everose-Modelle wie Daytona, Sky-Dweller und Day-Date von etwa 14.000 Euro für eine Damen-Datejust bis weit über 110.000 Euro für komplizierte oder steinbesetzte Stücke reichen. Omegas Sedna-Gold ist 18-karätig, mit über 20 Prozent Kupfer und Palladium als Bindemittel für einen etwas röteren Ton; Seamaster in Roségold liegt grob zwischen 7.000 und 24.000 Euro, von Two-Tone bis Vollgold. Die Patek Philippe Nautilus in Roségold kostet im Listenpreis rund 47.000 bis 99.000 Euro, eine selbstaufziehende Audemars Piguet Royal Oak in Roségold startet bei etwa 31.000 Euro.

Fragen Sie beim Kauf zuerst nach der Legierung. Massives 18-karätiges Everose oder Sedna schlägt jede Beschichtung bei Farbstabilität und Wiederverkauf, treibt aber den Preis stark nach oben. Für mehr Gegenwert ist eine PVD-Beschichtung sinnvoll: die Tissot PRX Powermatic 80 in Roségold-PVD liegt bei rund 895 Euro, eine Frederique Constant in Roségold-PVD bei etwa 1.350 Euro. PVD ist härter und abriebfester als dünne klassische Vergoldung, die an den Bandanstößen gerne durchscheuert. Roségold schmeichelt kühleren Hauttönen besonders; auf wärmeren Tönen wirkt es eher gelblich, und es passt generell zu festlicheren Anlässen und Lederbändern.

Wägen Sie beide Seiten ab. Two-Tone-Uhren verbinden die Wärme von Roségold mit der Härte von Stahl und beginnen günstiger, ein vernünftiger erster Schritt. Ein massives Goldgehäuse trägt sich schwer und zeigt Kratzer, doch bei den modernen, farbstabilen Legierungen bleibt der Ton über Jahrzehnte erhalten. Wer Vintage sucht, sollte wissen: leichtes Verblassen an älteren 4N- oder 5N-Gehäusen ist normal und hilft sogar, echtes Gold von beschichteten Nachahmungen zu unterscheiden.

Alle in dieser Kategorie

Noch keine Uhren in dieser Kategorie.

Häufig gestellte Fragen