Ein Mechanischer Alarm ist eine Komplikation, die zur voreingestellten Zeit ein hörbares Signal erzeugt, allein über Federn, Hebel und einen schwingenden Hammer, ganz ohne Quarzsummer. Erste Versuche am Handgelenk reichen bis Eterna in den 1910er Jahren zurück, doch die Uhrmacher kämpften jahrzehntelang mit drei Problemen: Die Schwingung des Alarms störte die Ganggenauigkeit, der Klang blieb zu leise, und die Alarmfeder entleerte das Hauptfederhaus. Die Lösung lag darin, dem Alarm eine eigene Energiequelle zu geben. Ein Nocken löst einen Hebel aus, der Hebel gibt die Alarmfeder frei, und ein Hammer schlägt in wenigen Sekunden hundertfach gegen eine Fläche. Was er trifft, bestimmt den Klang: ältere Konstruktionen, bei denen der Hammer auf einen Stift im Gehäuseboden schlägt, summen leise, während ein um das Werk gelegter ringförmiger Gong, dem Prinzip einer Minutenrepetition nahe, einen klareren und lauteren Ton liefert.
Zwei Referenzen prägen den Charakter dieser Kategorie. Die Vulcain Cricket erschien 1947 mit dem handaufzugigen Kaliber 120, das auf zwei Federhäusern aufbaut, eines für die Zeit, ein zweites allein für den Alarm, über eine einzige Krone gegenläufig aufgezogen. Ihr resonanzfähiger Gehäuseboden macht sie wirklich laut, und das Geschenk an Präsident Truman 1952 brachte ihr den Beinamen Uhr der Präsidenten ein. Die Memovox von Jaeger-LeCoultre folgte 1951 mit einer inneren Einstellscheibe, brachte 1956 das erste automatische Alarmwerk und 1959 die Deep Sea Alarm, den ersten Taucheralarm. Heute beginnen moderne Cricket-Modelle bei rund 3.900 Dollar, eine Cricket President liegt nahe 5.000 Dollar; die Tudor Heritage Advisor in Stahl und Titan lag neu bei etwa 6.000 Dollar; JLCs Master Control Memovox startet in Stahl bei rund 11.000 Dollar, die Memovox Timer mit ihrem umlaufenden Gong und sichtbarem Hammer liegt bei etwa 15.600 Dollar. Balls Roadmaster M Model A mit AlarmMATIC-Automatikalarm bewegt sich um 6.299 Dollar.
Beim Kauf zählt zuerst, wie der Ton entsteht. Ein echter Gong klingt voller und ist hörbarer als ein Stift-Summer, verlangt aber eine fachgerechte Wartung. Systeme mit zwei Federhäusern lassen den Alarm mit voller Kraft ertönen, ohne das Gehwerk zu schwächen, während Einfederhaus-Lösungen flacher bauen, aber Energie von der Zeitanzeige borgen. Bei Vintage-Stücken sind ein originaler, korrekt justierter Hammer und eine passende Gongfeder entscheidend, denn ein schlecht gewarteter Alarm röchelt statt zu klingen. Diese Kategorie passt zum Sammler, der einen taktilen, hörbaren Wecker unabhängig vom Kalender möchte und das Werk spüren will. Erwarten Sie keinen Smartphone-Komfort: Aufziehen, Einstellen und der Klang selbst verlangen Absicht, und genau darin liegt der Reiz.
Es lohnt sich, die Unterarten zu kennen. Einfache Gehäuseboden-Summer aus schweizerischer und japanischer Produktion der 1960er Jahre sind der günstigste Einstieg, während Manufakturkaliber mit Gong die Klangkunst zeigen. Taucheralarme wie die Memovox Polaris und die Deep Sea bilden eine eigene Nische; Originale sind selten und teuer, sodass moderne Neuauflagen einen leichteren Zugang bieten.