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EKG

EKG-fähige Uhren schließen über das Handgelenk einen Stromkreis und nehmen in rund 30 Sekunden eine einkanalige Herzspur auf. Hauptzweck ist das Screening auf Vorhofflimmern, und diese Kategorie deckt alle echten Optionen ab.

Ein EKG, also ein Elektrokardiogramm, misst die elektrische Aktivität des Herzens, und an der Smartwatch ist das Prinzip einfach: ein Sensor im Gehäuseboden bildet mit dem Finger, den Sie auf Krone oder Seitentaste legen, einen Stromkreis und nimmt eine etwa 30 Sekunden lange Spur auf. Das ist kein klinisches 12-Kanal-EKG, sondern ein einzelner Kanal ähnlich der Ableitung I, doch der Zweck ist klar: Unregelmäßigkeiten zu erkennen, die auf Vorhofflimmern (AFib) und ähnliche Rhythmusstörungen hindeuten. Eingeführt wurde die Funktion 2018 mit der Apple Watch Series 4, die von der FDA eine De-Novo-Einstufung als rezeptfreies EKG-Gerät erhielt, und seither ist die Kategorie schnell gewachsen.

Heute steckt EKG in mehreren Ökosystemen, jedes mit eigenen Eigenheiten. Bei Apple tragen alle nummerierten Modelle von der Series 4 bis zur Series 10 sowie die Apple Watch Ultra die EKG-App, wobei die Series 10 bei rund 449 Euro beginnt. Samsungs Galaxy-Watch-Familie, von der Active2 bis zur etwa 700 Euro teuren Galaxy Watch Ultra, bietet EKG, allerdings mit einem echten Haken: es funktioniert nur, wenn die Uhr mit einem Samsung-Galaxy-Telefon gekoppelt ist, nicht mit einem iPhone oder einem anderen Android-Gerät. Im Hybrid-Lager verbindet die Withings ScanWatch 2 für rund 350 Euro ein klassisches Zifferblatt mit einer Zweikanal-Aufzeichnung, und Garmin Venu 3, Fenix 8, die Fitbit Sense 2 sowie alle Google-Pixel-Watch-Generationen vervollständigen das Feld.

Die Wahl beginnt beim Telefon. iPhone-Nutzer fahren mit der Apple Watch oder der ScanWatch 2 gut, während ein Galaxy-Telefon Samsungs volle EKG-Funktion freischaltet. Danach zählen Akkulaufzeit, Optik und wie viele Daten die Spur erfasst. Der Zweikanal-Ansatz der ScanWatch 2 erfasst mehr als den einzelnen Kanal der meisten Konkurrenten und liefert dem Kardiologen ein etwas reicheres Bild; ihre fast 30-tägige Akkulaufzeit und die echten Zeiger sprechen alle an, die den Smartwatch-Look meiden wollen. Apple und Samsung punkten dagegen mit tieferen Benachrichtigungs- und App-Ökosystemen.

Eine Nuance führt Käufer oft in die Irre: EKG ist nicht in einer ganzen Produktreihe Standard. Die günstigere Withings ScanWatch Light für etwa 250 Euro etwa verzichtet komplett auf EKG, SpO2, Höhenmesser und Hauttemperatur, prüfen Sie also das genaue Modell und seine FDA- oder CE-Freigabe vor dem Kauf. Und behalten Sie die Grenzen im Blick. Diese Uhren screenen, sie diagnostizieren nicht; eine auffällige Spur ist ein Anlass, einen Arzt aufzusuchen, kein Urteil vom Handgelenk.

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Häufig gestellte Fragen