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H-Link
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H-Link

Ein H-Link-Band besteht aus H-förmigen Gliedern, die seitlich durch kleinere Zwischenglieder verbunden sind. Die doppelte Gliederung schmiegt sich an schmale Handgelenke und wirkt als echte Tool-Watch-Hardware, beliebt bei Sinn und Marathon.

Ein H-Link-Band verdankt seinen Namen den Gliedern, die im Profil an den Buchstaben H erinnern. Anders als beim klassischen dreireihigen Oyster oder fünfreihigen Jubilee sind die breiteren H-förmigen Glieder seitlich durch kleinere Zwischenglieder verbunden, sodass das Band über lange und kurze Segmente zugleich gliedert. Genau diese doppelte Gliederung ist der Kern der Sache: Sie lässt das Band sich enger ans Handgelenk anlegen. Das H-förmige Glied selbst geht auf Gerald Gentas Armband für die Patek Philippe Nautilus von 1976 zurück, wo H-förmige Glieder die zentralen Glieder mit kontrastierendem Finish einrahmten. Heute findet sich der Stil vor allem in der Taucher- und Tool-Watch-Welt, meist in gebürstetem oder perlgestrahltem Stahl.

Das bekannteste Beispiel ist die deutsche Marke Sinn, die an Modellen wie der 556 und der 356 sowie an Tauchern wie der U1 und U50 ein H-Link Quick Adjust-Band anbietet; eine 556 A am Stahlband liegt bei rund 1.400 Euro. Die neuere Quick-Adjust-Schließe von Sinn bietet sechs Rastpositionen im Abstand von 2,05 mm und damit einen werkzeugfreien Verstellbereich von etwa 10,25 mm. Die Taucher GSAR, TSAR und OSAR von Marathon kommen mit oder akzeptieren Stahl-H-Link-Bänder, und das Islander 20mm gebürstete H-Link aus dem Zubehörmarkt, mit Schrauben gefasst, verjüngt sich von 20 mm am Horn auf 18 mm an der Schließe und nutzt eine sechsstufige werkzeuglose Feinverstellung. Auch die I.N.O.X. von Victorinox setzt dasselbe Prinzip um, zu einem deutlich niedrigeren Preis.

Beim Kauf zählt zuerst die Konstruktion. Mit Schrauben oder Inbus statt Reibungsstiften verbundene Glieder lassen sich leichter anpassen und warten und halten über Jahre besser. Die doppelte Gliederung hilft tatsächlich an schmalen oder knochigen Handgelenken, an denen ein steifes Oyster unschön aufsteht, und eignet sich daher für alle, die schwer einen flächigen Sitz finden. Ein Hinweis: Bei vielen H-Links bleibt die Schließe hinter der Qualität der Glieder zurück, bevorzugen Sie also Exemplare mit solider Quick-Adjust- oder Taucherverlängerung.

Das Finish ist hier wichtiger als bei den meisten Bändern. Ein durchgehend gebürstetes oder perlgestrahltes H-Link wirkt zweckmäßig und steckt Schreibtischkratzer weg; starke Politur lässt das H-Profil billig erscheinen und fängt das Licht ungünstig ein. Quick-Adjust-Schließen sind ein echter Vorteil für Handgelenke, die bei Hitze oder auf Reisen anschwellen. Kurz gesagt ist ein H-Link ein kluger Mittelweg für alle, die mehr Charakter als ein Oyster und mehr Substanz als ein Jubilee wollen, ohne die Tool-Watch-Linie zu verlassen.

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