Ein Metallarmband besteht, anders als ein Leder- oder Kautschukband, aus verstifteten oder vernieteten Metallgliedern, die die Uhr am Handgelenk tragen. Die meisten sind aus Edelstahl gefertigt, doch Varianten aus Titan, Gold und in Bicolor sind verbreitet. Einige Grundbauweisen bestimmen das Feld. Das dreireihige Oyster, von Rolex Ende der 1940er Jahre eingeführt, hat breite, flache Glieder und wirkt sportlich und robust. Das fünfreihige Jubilee, das 1945 mit der Datejust kam, nutzt kleinere Glieder für ein geschmeidigeres, elegantes Gefühl. Das President der Day-Date setzt seit 1956 auf halbrunde Glieder und eine formellere Linie. Daneben stehen das aus feinem Draht gewobene Milanese-Mesh, das Beads-of-Rice und die in den 1970ern geborenen integrierten Armbänder, die jeweils eine eigene Ästhetik eröffnen.
Echte Beispiele zeigen die Bandbreite gut. Im Einstieg liefert die Seiko 5 Sports SRPD-Reihe ein Stahlband mit massiven Gliedern für etwa 270 Euro. In der Mitte landet eine Tudor Black Bay 41 am Stahlband bei rund 4.470 Euro, während ein Omega Seamaster Diver 300M Stahlband allein etwa 750 Euro kostet. Rolex verwendet 904L Oystersteel, und an einer stählernen GMT-Master II kostet die Jubilee-Option im Handel rund 190 Euro mehr als das Oyster. Die Welt des integrierten Armbands geht auf Gerald Gentas Audemars Piguet Royal Oak von 1972 und die Patek Philippe Nautilus von 1976 zurück. Wer Leichtigkeit sucht, findet sie im dreizeigrigen Super-Titanium-Zenshin von Citizen um 540 Euro, rund fünfmal härter als Stahl und etwa 40 Prozent leichter.
Beim Kauf entscheiden zwei technische Details fast alles: die Endglieder und die Schließe. Massive Endglieder werden aus einem Stück gefräst, sitzen schwerer und fest; hohle Endglieder sind gefalteter dünner Stahl, leichter, neigen aber mit der Zeit zum Klappern. Bei der Schließe zählt die Feinverstellung. Rolex' Glidelock dehnt sich werkzeuglos um bis zu 20mm, je Raste etwa 2mm, während die Easylink rund 5mm ausklappt und am geschwollenen Sommerhandgelenk rettet. Die polierten Mittelglieder eines Jubilee wirken elegant, kratzen aber leicht, während die gebürstete Oberfläche des Oyster Spuren besser verbirgt. Für eine tägliche Uhr, die Schweiß und Wasser wegsteckt, ist das Metallarmband die praktischste Antwort.
Auch Materialnuancen lenken die Wahl. Edelstahl ist robust und günstig; Titan ist hypoallergen und mindert die Ermüdung bei großen Gehäusen; Bicolor- und Goldbänder wirken edler, fordern aber mehr Pflege. Bei schmalem Handgelenk schmiegt sich ein fünfreihiges Jubilee oder ein Mesh sanfter an, ein breites Handgelenk trägt die Wucht des Oyster gut. Modelle mit halben oder verschraubten Gliedern bieten die beste Chance auf eine präzise, bequeme Passform.























