Herzfrequenz als Smartwatch-Funktion bedeutet, den Puls am Handgelenk zu messen, und bei den meisten Uhren geschieht das über PPG, also Photoplethysmographie. Grüne LEDs an der Gehäuserückseite strahlen Licht in die Haut, ein Fotodetektor liest, wie dieses Licht reflektiert wird, wenn das Blutvolumen mit jedem Schlag steigt und fällt; Hämoglobin absorbiert grüne Wellenlängen stark, daher das grüne Leuchten. Diese optische Methode erlaubt eine 24-Stunden-Überwachung, Ruhepuls und HRV-Schätzungen. Das EKG ist eine eigene Technik: Es misst das elektrische Signal des Herzens, meist als einmalige Aufnahme über eine zweite Elektrode. Das erste Massenbeispiel war die Apple Watch Series 4 im September 2018 mit FDA-zugelassenem EKG und einem AFib-Erkennungsalgorithmus.
Die aktuellen Beispiele sind leicht zu nennen. Die Apple Watch Series 10 (Herbst 2024) verbindet optische Herzfrequenz mit der EKG-App, die ab Series 4 läuft; die Apple Watch startet bei rund 449 Euro. Bei Garmin ist der neueste optische Sensor der Elevate Gen 5, zu finden in der Venu 3 und der Fenix-8-Reihe; die Fenix 8 liegt je nach Gehäuse und Größe etwa zwischen 1.000 und 1.200 Euro. Günstiger sind die Garmin Forerunner 165 (rund 250 Euro) und die Fitbit Charge 6 (rund 160 Euro), beide mit Dauermessung und Warnungen bei zu hohem oder zu niedrigem Puls. Referenz bleibt der Brustgurt Polar H10.
Beim Kauf sollten Sie Alltagsmessung und ernsthaftes Training trennen. Für Ruhepuls, Schlaf und allgemeines Wohlbefinden reicht optisches PPG locker: Studien sehen die Apple Watch im Sitzen rund 98 Prozent der Zeit innerhalb von 5 bpm. Der Kompromiss zeigt sich bei harten, intervallartigen Belastungen, wo der optische Sensor am Handgelenk hinterherhinkt und die Genauigkeit sinkt. Bei Sprints, HIIT oder schnellem Radfahren ist der sicherste Weg, einen Brustgurt wie den Polar H10 per ANT+ oder Bluetooth mit der Uhr zu koppeln.
Kennen Sie auch die Untertypen. Es gibt günstige Bänder, die nur optische Herzfrequenz bieten; es gibt Uhren mit EKG und AFib-Hinweisen wie Apple Watch, Samsung Galaxy Watch und Google Pixel Watch; und es gibt Sportuhren wie die Garmin Fenix, die den Sensor mit mehrtägiger Laufzeit verbinden. Eine AFib-Meldung ist keine Diagnose, doch die hohe Sensitivität, die Apple für ihre EKG-App angibt, macht sie zu einem nützlichen Frühwarnsignal. Steht medizinische Überwachung im Vordergrund, wählen Sie ein EKG-Modell; geht es um Leistung, achten Sie auf Elevate Gen 5 oder guten Brustgurt-Support.