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COSC-Zertifizierte Automatik

Eine COSC-Zertifizierte Automatik trägt ein Selbstaufzugswerk, das ein unabhängiges Schweizer Institut 15 Tage ungeschalt prüfte und auf -4 bis +6 Sekunden pro Tag festlegte. Belegte Präzision, kein Marketingversprechen.

Eine COSC-Zertifizierte Automatik ist eine Uhr mit Selbstaufzug, deren Werk vom unabhängigen Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres als Chronometer anerkannt wurde. Die Prüfung erfolgt vor dem Einschalen des Werks: 15 Tage in fünf Lagen und drei Temperaturen (8°C, 23°C, 38°C), wobei der mittlere tägliche Gang über die ersten zehn Tage zwischen -4 und +6 Sekunden liegen muss. Das Wort "Chronometer" auf dem Zifferblatt steht für ein Papierzertifikat in der Box und für eine externe Bestätigung, wie sauber der Hersteller das Kaliber reguliert und montiert hat.

Echte Beispiele zeigen die Spannweite. Breitling zertifiziert seit 2000 die gesamte Produktion bei der COSC; die Superocean Heritage von 2025 beginnt bei 4.900 Euro für die 36mm-Version, die 40 bis 42mm Stahlmodelle liegen bei rund 5.700 Euro am Kautschukband oder 6.000 Euro am Mesh-Band. Tudors hauseigenes Kaliber MT5612 ist COSC-zertifiziert, bietet 70 Stunden Gangreserve und treibt die größere Pelagos an; die schlankere Pelagos 39 trägt dieselbe Zertifizierung über ihr MT5400 und bewegt sich bei etwa 3.700 bis 3.800 Euro. Am erschwinglichen Ende holt die Tissot Ballade Powermatic 80 COSC zertifizierte Genauigkeit für rund 1.025 Euro in Stahl ins Spiel, ein bemerkenswerter Gegenwert.

Achten Sie beim Kauf auf den Schriftzug "Officially Certified Chronometer" auf Zifferblatt oder Gehäuseboden und auf das nummerierte Zertifikat in der Box. Diese Stufe passt zum Käufer, der dokumentierte Präzision will, ohne Rolex-Preise zu zahlen. Sie gewinnen einen täglichen Gang, der spürbar eng bleibt; der Kompromiss ist, dass die Uhr wie jede Automatik regelmäßige Wartung braucht und Einsteiger-Chronometer nur begrenzten Schutz gegen Magnetfelder bieten.

Eine Feinheit lohnt das Verständnis: Die COSC prüft das nackte Werk, daher setzen einige Marken eigene Standards darauf. Rolex garantiert mit dem Superlative Chronometer -2/+2 Sekunden pro Tag nach dem Einschalen, Omega legt seit 2015 die METAS-Master-Chronometer-Zertifizierung über eine COSC-Basis. Der neuere COSC Excellence Chronometer, vorgestellt im Februar 2026 und ab Oktober 2026 in Kraft, prüft die geschalte Uhr auf -2/+4 Sekunden pro Tag mit mindestens 200 Gauss Magnetschutz und Roboter-Tragesimulation. COSC ist die Basis, nicht die Spitze.

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