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Schwarze Keramik
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Schwarze Keramik

Schwarze Keramik ist ein Gehäusematerial aus Zirkoniumoxid, das deutlich kratzfester als Stahl ist und seine tiefe matte Farbe behält, weil das Schwarz im Material steckt und keine Beschichtung ist.

Schwarze Keramik ist ein Gehäusematerial, das durch Pressen von Zirkoniumoxid-Pulver (ZrO2) unter hohem Druck und Brennen bei hoher Temperatur entsteht und anschließend mit Diamantwerkzeug geschliffen und poliert wird. Sie ist außerordentlich hart, etwa 1.200 bis 1.600 HV auf der Vickers-Skala gegenüber rund 200 bei Edelstahl, und übersteht die alltäglichen Kratzer, die ein Stahlgehäuse stumpf werden lassen. Entscheidend ist, dass das Schwarz im Material selbst liegt und keine Galvanik ist: Selbst wenn eine Spur entsteht, blitzt darunter kein helles Metall hervor, und das Gehäuse hält seine Farbe über Jahrzehnte. Zudem fühlt sie sich am Handgelenk warm statt kalt an und ist hautverträglich.

Das prägende Beispiel ist die Omega Speedmaster Dark Side of the Moon, 2013 vorgestellt und aus einem einzigen Block Zirkoniumoxid gefräst; die Neuauflage von 2025 mit 44,25 mm und Co-Axial Master Chronometer Kaliber beginnt bei rund 15.600 Euro. Tudor bietet mit der Black Bay Ceramic (Ref. 79210CNU) einen erschwinglicheren Einstieg: mattschwarzes Gehäuse, Manufakturkaliber und die erste METAS Master Chronometer Zertifizierung der Marke, um die 5.200 Euro. Darüber liegen die Hublot Big Bang Unico Black Magic bei etwa 22.000 Euro, die Girard-Perregaux Laureato in voller Keramik mit achteckiger Lünette sowie die 2025 vorgestellte IWC Ingenieur Automatic 42 in Vollkeramik. Am Einstieg liegt die Rado True Round aus High-Tech-Keramik bei etwa 2.400 Schweizer Franken.

Klären Sie beim Kauf, ob das gesamte Gehäuse aus Keramik besteht oder nur die Lünette beziehungsweise eine Beschichtung. Ein vollständiges Keramikgehäuse kostet spürbar mehr, bringt aber den eigentlichen Nutzen. Entscheiden Sie zwischen sandgestrahlt matt und poliert: Matte Oberflächen verbergen Fingerabdrücke und Staub, polierte wirken eleganter, zeigen aber Mikrospuren deutlicher. Der zentrale Kompromiss betrifft das Verhalten bei Stößen. Keramik kratzt nicht, ist aber spröde, sodass ein harter Sturz auf eine scharfe Kante das Gehäuse eher splittern oder reißen lässt, als dass es eine Delle bekommt. Für robusten Alltag mit Stoßrisiko ist Stahl nachsichtiger.

Schwarze Keramik passt zu Käufern, die einen modernen, flachen Auftritt wünschen und eine Uhr, die über Jahre täglichen Tragens makellos bleibt. Sie findet sich bei sportlichen Chronographen, Sportuhren mit integriertem Band und flachen Anzugsuhren. Achten Sie auf Ihre Handgelenksgröße, denn Keramik wirkt leicht, doch die Gehäuse beginnen meist bei 42 mm.

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