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SpO2 / Blutsauerstoff
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SpO2 / Blutsauerstoff

SpO2 / Blutsauerstoff ist eine Smartwatch-Messung, die mit rotem und infrarotem Licht am Handgelenk die Sauerstoffsättigung im Blut schätzt, genutzt für Schlaf, Höhe und allgemeines Wohlbefinden.

SpO2 / Blutsauerstoff ist die Smartwatch-Funktion, die den Anteil des im Blut transportierten Sauerstoffs in Prozent schätzt. Sie arbeitet mit Photoplethysmographie, kurz PPG: rote (etwa 660nm) und infrarote (etwa 940nm) LEDs auf dem Gehäuseboden senden Licht in die Haut, sauerstoffreiches und sauerstoffarmes Hämoglobin absorbieren diese Wellenlängen unterschiedlich, und die Uhr berechnet das Verhältnis aus dem zurückgeworfenen Licht. Der Haken: Das Handgelenk nutzt die Reflexions-PPG, die deutlich störanfälliger ist als das Transmissions-Oximeter, das in der Klinik am Finger sitzt. Bewegung, Hautton, Tätowierungen, kalte Hände und ein lockeres Band verfälschen die Werte leicht, und die Genauigkeit sinkt spürbar, sobald die Messung unter etwa 90 Prozent fällt.

Apple hat die Funktion bekannt gemacht und Blutsauerstoff 2020 mit der Apple Watch Series 6 eingeführt. Der Patentstreit mit Masimo zwang Apple dann, US-Modelle ab Januar 2024 mit per Software deaktiviertem Sensor zu verkaufen, bevor eine Lösung im August 2025 die Berechnung auf ein gekoppeltes iPhone auslagerte und die Funktion wieder aktivierte; im November 2025 verurteilte eine Jury Apple zu 634 Millionen Dollar Schadensersatz an Masimo. Garmin geht den ruhigeren Weg: Pulse Ox läuft auf Fenix 8, Forerunner 965, Venu und Instinct zur Höhenanpassung und für die nächtliche Schlafmessung, die Venu 3 liegt bei etwa 450 Euro. Samsung erhielt Anfang 2024 als erster Hersteller die FDA-Freigabe zur Erkennung von Schlafapnoe; die Galaxy Watch 7 startet bei rund 300 Euro, die Galaxy Watch Ultra bei 650 Euro. Withings packt SpO2 in ein echtes Analog-Zifferblatt der hybriden ScanWatch 2, die rund 30 Tage pro Ladung durchhält.

Überlegen Sie zuerst, wofür Sie den Wert wirklich brauchen. Wanderer und Bergsteiger, die ihre Akklimatisierung verfolgen, sind mit Garmin am besten bedient, dessen Uhren nachts und auf Abruf messen; zu sehen, wie 95 bis 100 Prozent auf Meereshöhe oberhalb von 2.500 Metern in den Bereich von 88 bis 92 Prozent absinken, sagt tatsächlich etwas aus. Wer Schlaf und mögliche Atemaussetzer im Blick haben will, findet in Samsungs Apnoe-Screening oder Garmins nächtlichen SpO2-Kurven einen sinnvollen Ausgangspunkt. Wer auf ein klassisches Zifferblatt nicht verzichten möchte, greift zur ScanWatch 2. Für alle gilt der unverzichtbare Vorbehalt: Das sind Wohlfühldaten, keine medizinische Diagnose.

Die Grenzen zu kennen hält die Erwartung ehrlich. Bei einem Apnoe-Ereignis kann der Sauerstoff nur etwa 3 Prozent sinken, sodass Ihre Uhr normal anzeigen kann, während Ihr Schlaf real gestört ist. Ein einzelner niedriger Einzelwert liegt meist an schlechtem Kontakt oder einem kalten Finger statt an einer Krise, und der Trend über mehrere Nächte ist weit aussagekräftiger als jede einzelne Zahl. Sehen Sie dauerhaft niedrige Werte, die Sie beunruhigen, verstehen Sie die Uhr als Anlass für einen Arztbesuch und prüfen Sie mit einem klinischen Oximeter nach, nicht als letztes Wort.

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