Lohnt sich die Seiko 5

Ja, die Seiko 5 lohnt sich für die meisten. In dieser Preisklasse ist sie eine der wenigen Uhren mit einem Seiko-eigenen Automatikwerk 4R36, das Handaufzug und Sekundenstopp beherrscht. Im Gegenzug akzeptieren Sie Mineralglas und ein paar Sekunden Abweichung am Tag. Für die erste Automatik ein hervorragender Einstieg.
Das Wichtigste in Kürze
- Seiko-eigenes Automatikwerk 4R36: in dieser Preisklasse selten, beherrscht Handaufzug und Sekundenstopp.
- Bequem am Handgelenk: dank kurzer Bandanstöße sitzt selbst ein 42,5-mm-Modell den meisten gut, das eigentliche Maß ist der Abstand von Bandanstoß zu Bandanstoß.
- Wo gespart wird: Hardlex-Mineralglas (kein Saphir), eine werkseitige Toleranz von +45/-35 Sekunden am Tag und bei den meisten Modellen 100 Meter Wasserdichtigkeit.
- Einer der besten Einstiege in die erste Automatik oder eine bezahlbare, echte Mechanik.
- Die falsche Adresse, wenn Saphirglas, Chronometergenauigkeit oder echtes Tauchen Pflicht sind.
Lohnt sich die Seiko 5
Für die erste Automatik ist die Seiko 5 der Name, nach dem die meisten zuerst greifen. Hier ein ehrlicher Blick auf das Werk, wie sie am Handgelenk wirkt, wo gespart wird und für wen sie wirklich gemacht ist.
Was die Seiko 5 ist
Seit Jahrzehnten ist die Seiko 5 der erste Name, der fällt, wenn es um die erste Automatik geht. Die Fünf im Namen steht für eine Reihe praktischer Versprechen der Marke: Automatikaufzug, eine Tag-und-Datum-Anzeige, Wasserdichtigkeit, eine Krone auf der Vier-Uhr-Position sowie ein robustes Gehäuse. Die heutige Seiko 5 Sports führt dieses Erbe in einem modernen Gehäuse fort, das alle Merkmale einer Automatikuhr trägt: verschraubter Boden, ein durch ein Sichtfenster erkennbarer Rotor und eine breite Modellpalette. In einem Satz: Sie ist eine der wenigen Optionen, die in dieser Preisklasse eine echte mechanische Uhr bietet.
Das Kaliber 4R36, Aufzug und Sekundenstopp
Das Herzstück ist das von Seiko gebaute Automatikwerk 4R36. Vom alten 7S26 unterscheidet es sich in zwei entscheidenden Punkten: Sie können es von Hand aufziehen, und es hat einen Sekundenstopp. Das heißt, Sie können eine stehengebliebene Uhr über die Krone wieder in Gang setzen, und beim Herausziehen der Krone bleibt der Sekundenzeiger stehen, was sekundengenaues Stellen erlaubt. 24 Steine, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, rund 41 Stunden Gangreserve. Diese Kombination findet man in dieser Preisklasse längst nicht bei jeder Marke, das alte 7S26 beherrschte beides nicht. Bleiben Sie bei der Ganggenauigkeit realistisch: Seiko gibt für das 4R36 eine werkseitige Toleranz von +45 bis -35 Sekunden am Tag an. In der Praxis laufen gut regulierte oder günstig gelagerte Exemplare oft im Bereich weniger Sekunden am Tag, mitunter bis zu zehn Sekunden Abweichung. Ein Chronometer ist das nicht, doch wer die Uhr regelmäßig trägt und nachts in einer bestimmten Lage ablegt, kann die Abweichung selbst glätten.
Am Handgelenk
Mit Gehäusegrößen von rund 36 bis 42,5 mm, von den kleineren Feldmodellen bis zur Sports-Reihe, sitzt die Seiko 5 an den meisten Handgelenken gut. Das eigentliche Maß ist nicht der Durchmesser, sondern der Abstand von Bandanstoß zu Bandanstoß, und dank der kurzen Bandanstöße der Sports-Reihe trägt sich selbst ein 42,5-mm-Modell überraschend angenehm. Das Stahlband klappert nicht hohl wie bei den ganz günstigen Uhren. Die sportlich ausgerichtete Seiko 5 Sports ist der ausgewogenste Einstieg; wer ein schlichteres schwarzes Zifferblatt möchte, schaut sich die Seiko 5 SRPE55 an. Für einen klassischen Tag-Datum-Auftritt nehmen Sie die Seiko 5 Automatik. Wer einen kleineren, reduzierten Feldstil sucht, kann die Seiko 5 SNK355K in Betracht ziehen, sollte aber wissen, dass diese klassische SNK-Reihe noch das ältere 7S26 nutzt, also weder Handaufzug noch Sekundenstopp bietet. Es ist eine andere, ältere Linie und nicht der Weg zu den hier beschriebenen Vorzügen des 4R36.
Wo gespart wird
Seien wir ehrlich, dieser Preis hat seinen Preis. Erstens das Glas: Seiko verwendet Hardlex-Mineralglas, kein Saphir, es kann mit der Zeit Kratzer bekommen. Zweitens die Genauigkeit: die oben beschriebene werkseitige Toleranz von +45 bis -35 Sekunden am Tag. Drittens die Wasserdichtigkeit. Die meisten Modelle sind mit 100 Metern angegeben, gut zum Schwimmen, aber nicht fürs echte Tauchen gebaut. Die Leuchtmasse funktioniert, leuchtet aber nicht so hell wie bei Seikos höheren Linien. Nichts davon ist ein Mangel, es sind die bewussten Kompromisse des Preises.
Für wen sie gemacht ist
Die Seiko 5 ist die richtige Antwort für alle, die ihre erste mechanische Uhr suchen, eine bezahlbare, aber echte Automatik wollen oder lieber mehrere günstige Automatikuhren sammeln, als eine einzelne zu besitzen. Für wen sie nicht passt? Für alle, denen Saphirglas und Schaufensterglanz Pflicht sind, die Chronometergenauigkeit erwarten oder wirklich tauchen wollen. Für das größere Bild lohnt ein Blick in die Ratgeber Die besten Seiko Uhren und Die besten Automatikuhren unter 500 Dollar.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Kaliber | Seiko 4R36, Automatik (24 Steine, 21.600 vph) |
| Gangreserve | Rund 41 Stunden, mit Handaufzug und Sekundenstopp |
| Glas | Hardlex-Mineralglas |
| Wasserdichtigkeit | 100 m (die meisten Seiko 5 Sports Modelle) |
Vorteile
- Seiko-eigenes Automatikwerk 4R36 in dieser Preisklasse, mit Handaufzug und Sekundenstopp
- Breite Modellpalette: sportlich, klassisch, schwarzes Zifferblatt und ein kleiner Feldstil
- Sauber verarbeitetes Stahlband, sitzt gut und wirkt nicht billig
- Dank kurzer Bandanstöße tragen sich selbst größere Gehäuse an den meisten Handgelenken bequem
- Robust im Alltag und mit starkem Wiederverkaufswert
Nachteile
- Hardlex-Mineralglas zerkratzt leichter als Saphir
- Werkseitige Toleranz von +45/-35 Sekunden am Tag; in der Praxis laufen viele Exemplare auf wenige Sekunden genau, ein Chronometer ist es aber nicht
- Die meisten Modelle sind mit 100 Metern angegeben und nicht fürs echte Tauchen gebaut
- Die Leuchtmasse funktioniert, leuchtet aber nicht so hell wie bei Seikos höheren Linien
Fazit
Ja, die Seiko 5 lohnt sich für die meisten, und der ausgewogenste Einstieg ist die Seiko 5 Sports. In dieser Preisklasse ist sie eine seltene Uhr, die ein Seiko-eigenes Automatikwerk 4R36 mit Handaufzug und Sekundenstopp vereint. Wer Mineralglas und ein paar Sekunden Abweichung akzeptiert, findet kaum einen besseren Einstieg in die erste Automatik.
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Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich die Seiko 5?
Ja, für die meisten. In dieser Preisklasse ist sie eine seltene Uhr, die ein von Seiko gefertigtes Automatikwerk 4R36 mit Handaufzug und Sekundenstopp vereint. Im Gegenzug akzeptieren Sie Mineralglas und im Alltag meist ein paar Sekunden Abweichung am Tag, bei einer angegebenen Toleranz von +45/-35 Sekunden pro Tag. Für die erste Automatik einer der besten Einstiege.
Wie genau läuft die Seiko 5?
Seiko gibt das Kaliber 4R36 mit +45/-35 Sekunden pro Tag an, das ist die offizielle Toleranz. Im Alltag pendelt sich ein gut gelagertes Exemplar oft auf meist ein paar Sekunden, mitunter bis zu zehn Sekunden Abweichung am Tag ein; ein Chronometer ist das nicht. Wer die Uhr regelmäßig trägt und nachts in einer bestimmten Lage ablegt, kann die Abweichung selbst etwas glätten.
Kann ich mit der Seiko 5 schwimmen?
Die meisten Seiko 5 Sports Modelle sind mit 100 Metern angegeben, Schwimmen und Duschen sind also kein Problem. Ein echter Diver mit verschraubter Krone ist sie aber nicht und fürs ernsthafte Tauchen nicht gebaut; dafür schauen Sie sich besser die 200-Meter-Modelle der Prospex-Reihe an.

Über den Autor
Serdar D.Uhren-Redakteur
Profil ansehenSerdar D. ist der Redakteur von BraveryWatch. Er ist überzeugt, dass eine gute Uhr nicht nur teuer, sondern vor allem stimmig sein muss. Er verliert sich gern in Details, übersetzt sie aber in eine Sprache, die Freude macht. Aus der Sicht von jemandem, dem Uhren wirklich am Herzen liegen, gibt er entspannte und nützliche Empfehlungen.

