Orient Kamasu im Test

Der Orient Kamasu ist die Saphir-Variante des Mako: dasselbe eigene F6922-Automatikwerk, dieselben echten 200 Meter, aber ein deutlich kratzfesteres Glas und meist bessere Leuchtmasse. Wer ihn täglich trägt und fordert, macht mit dem kleinen Aufpreis das sinnvollste Upgrade. Wem Mineralglas genügt, der bleibt richtig beim Mako 3.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Kamasu ist die Saphir-Variante des Mako: dasselbe F6922-Werk, dieselben echten 200 Meter, aber ein deutlich kratzfesteres Glas.
- Saphir ist viel härter als Mineralglas; er bleibt jahrelang klar, während Mineralglas mit der Zeit feine Kratzer sammelt.
- Das eigene Automatikwerk F6922 beherrscht Handaufzug und Sekundenstopp, eine in dieser Preisklasse seltene Kombination.
- Er kommt meist mit einer etwas besseren Leuchtmasse als der Mako, die Ablesbarkeit bei Nacht fällt leichter.
- Wer die Uhr täglich und hart trägt, macht mit dem kleinen Aufpreis das sinnvollste Upgrade; wer sie nur selten trägt, ist mit dem Mako 3 gut bedient.
Was der Kamasu ist und was ihn abhebt
Der Orient Kamasu ist das Mitglied der Mako-Familie mit Saphirglas. In einem Satz: Er trägt dasselbe eigene Automatikwerk und dieselben echten 200 Meter wie der Mako 3, bringt aber beim Glas ein wichtiges Upgrade mit. Wenn Sie eine Taucheruhr suchen, ist das genau das Detail, das die meisten übersehen: Selbst wenn Kaliber und Wasserdichte auf dem Papier identisch sind, ist das Glas der Teil, der den Alltag mitmacht. Für wen er passt? Für alle, die ihre erste ernsthafte Automatik suchen und die Uhr wie ein echtes Werkzeug nutzen wollen, nicht wie ein Museumsstück.
Das Saphirglas, der eigentliche Unterschied zum Mako
Der Mako 3 hat Mineralglas; der Kamasu gibt Ihnen ein Saphirglas. Was bedeutet das in der Praxis? Saphir ist deutlich härter als Mineralglas und viel kratzfester; er steckt den stählernen Schlüsselbund, den Türrahmen und die Tischkante weg, die Mineralglas mit der Zeit zeichnen würden. Mineralglas sammelt feine Kratzer, Saphir bleibt jahrelang klar. Die einzige Nuance: Bei einem sehr harten Schlag ist Saphir eine Spur bruchanfälliger als Mineralglas, doch im Alltag gewinnt Saphir klar. Der Kamasu kommt zudem meist mit einer etwas besseren Leuchtmasse als der Mako, die Ablesbarkeit bei Nacht fällt also leichter.
Der Orient Kamasu ist das Thema dieses Tests; es gibt ihn in mehreren Zifferblatt- und Bandvarianten auf demselben Gehäuse von rund 41,8 mm, die Wahl geht also um die Farbe und nicht um die Größe.
Das Werk im Inneren, das Orient F6922
Das Herz ist dasselbe wie beim Mako: das F6922, Orients eigenes Automatikwerk. 22 Steine, 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, rund 40 Stunden Gangreserve. Zwei Dinge sind wichtig. Sie können es von Hand aufziehen (eine stehengebliebene Uhr über die Krone in Gang setzen), und es hat Sekundenstopp (beim Herausziehen der Krone bleibt der Sekundenzeiger stehen, sekundengenaues Stellen ist möglich). Diese Kombination findet sich in dieser Preisklasse längst nicht bei jeder Automatikuhr. Bleiben Sie bei der Ganggenauigkeit realistisch: ein paar Sekunden Abweichung pro Tag sind normal, ein Chronometer ist das nicht, und wer die Uhr regelmäßig trägt und in einer bestimmten Lage ablegt, kann die Abweichung selbst glätten.
Am Handgelenk und im Alltag
Das Gehäuse misst rund 41,8 mm, dazu eine verschraubte Krone und eine einseitig drehbare Lünette. Das Stahlband klappert nicht hohl wie bei den ganz günstigen Uhren und sitzt sauber am Handgelenk. Die Lünette rastet mit klaren Klicks ein und gibt beim Ablesen der Tauchzeit Sicherheit. Echte 200 Meter decken Schwimmen und Schnorcheln bequem ab und liegen klar über den üblichen Tiefen des Freizeit-Sporttauchens, sofern die Krone vor jedem Wasserkontakt verschraubt und geschlossen ist. Genau hier zahlt sich das Saphirglas aus: Wer die Uhr wirklich nutzt, hat auch nach Jahren ein so klares Glas wie am ersten Tag.
Die Daten auf einen Blick
| Merkmal | Kamasu |
|---|---|
| Werk | Orient F6922, Automatik |
| Glas | Saphir |
| Wasserdichte | 200 m, verschraubte Krone |
| Gehäuse | rund 41,8 mm |
Kamasu oder Mako
Die häufigste Frage. Beide tragen dasselbe F6922 und dieselben echten 200 Meter. Der Unterschied liegt fast ausschließlich im Glas. Wenn Sie die Uhr täglich tragen und beanspruchen, ist der kleine Aufpreis für das Saphirglas des Kamasu gegenüber dem Mako 3 auf lange Sicht die sinnvollste Ausgabe. Wer sie selten und mit Sorgfalt trägt, kommt mit dem Mako 3 bestens aus und spart ein wenig. Für das größere Bild lohnt ein Blick in meinen Orient Mako 3 Test, in den Ratgeber zu den besten Taucheruhren unter 500 Dollar und in die Übersicht der besten japanischen Uhren.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Werk | Orient F6922, Automatik |
| Glas | Saphir |
| Wasserdichte | 200 m, verschraubte Krone |
| Gehäuse | rund 41,8 mm |
Vorteile
- Deutlich kratzfesteres Saphirglas, das auch nach Jahren klar bleibt
- Eigenes Automatikwerk F6922 in dieser Preisklasse, mit Handaufzug und Sekundenstopp
- Echte 200 Meter mit verschraubter Krone und einseitig drehbarer Lünette, ein vollwertiger Diver
- Meist etwas bessere Leuchtmasse als der Mako
Nachteile
- Er kostet einen kleinen Aufpreis gegenüber dem Mako 3
- Saphir ist bei einem sehr harten Schlag eine Spur bruchanfälliger als Mineralglas
- Die Leuchtmasse ist kräftig und mit Seiko konkurrenzfähig, auch wenn Seikos hochwertige Lumibrite-Diver noch einen Tick voraus sein können
- Mit rund 41,8 mm und echtem Diver-Gewicht kann er am schmalen Handgelenk groß wirken
Fazit
Wenn Sie die Uhr wirklich nutzen, sie täglich tragen und beanspruchen, ist meine Wahl klar: der Orient Kamasu. Weil er dasselbe Werk und dieselben echten 200 Meter trägt und ein Saphirglas hinzufügt, das jahrelang klar bleibt, ist der kleine Aufpreis auf Dauer das sinnvollste Upgrade. Wer sie nur selten und mit Sorgfalt trägt, verliert mit dem Mako 3 nichts.
Uhren, die wir empfehlen
Häufig gestellte Fragen
Lohnt sich der Orient Kamasu?
Ja. In dieser Preisklasse ist er einer der wenigen Diver, die eigenes Automatikwerk, echte 200 Meter und ein kratzfestes Saphirglas vereinen. Wer ihn täglich und hart trägt, trifft eine der sinnvollsten Entscheidungen; wer ihn selten trägt, ist auch mit dem Mako 3 mit Mineralglas gut bedient.
Soll ich den Orient Kamasu oder den Mako 3 kaufen?
Beide tragen dasselbe F6922 und dieselben echten 200 Meter. Der Unterschied liegt fast ausschließlich im Glas: Der Kamasu hat kratzfestes Saphirglas und meist die bessere Leuchtmasse, der Mako 3 hat Mineralglas. Wer ihn täglich beansprucht, nimmt den Kamasu; wer ihn selten und mit Sorgfalt trägt, ist mit dem Mako 3 gut bedient.
Ist das Saphirglas des Kamasu wirklich besser als Mineralglas?
Bei Kratzern ja, klar. Saphir ist viel härter als Mineralglas und bleibt jahrelang klar, während Mineralglas mit der Zeit feine Kratzer sammelt. Die einzige Nuance: Bei einem sehr harten Schlag ist er eine Spur bruchanfälliger, doch im Alltag gewinnt Saphir eindeutig.

Über den Autor
Serdar D.Uhren-Redakteur
Profil ansehenSerdar D. ist der Redakteur von BraveryWatch. Er ist überzeugt, dass eine gute Uhr nicht nur teuer, sondern vor allem stimmig sein muss. Er verliert sich gern in Details, übersetzt sie aber in eine Sprache, die Freude macht. Aus der Sicht von jemandem, dem Uhren wirklich am Herzen liegen, gibt er entspannte und nützliche Empfehlungen.

