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Platin
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Platin ist das dichteste und leiseste Luxusmetall der Uhrmacherei. Ein 950er Platingehäuse wirkt spürbar schwerer als Gold, bleibt unmagnetisch und entwickelt eine weiche Patina, die kein anderes Gehäusematerial so erreicht.

Platin ist das dichteste und teuerste Metall, das Sie in einem Uhrengehäuse finden. Der Standard in der Uhrmacherei ist 950er Platin, also 95 Prozent reines Platin mit etwa 5 Prozent Legierung, meist Ruthenium, das Härte und Bearbeitbarkeit verbessert. In reiner Form ist Platin das weichste der Edelmetalle und muss deshalb immer legiert werden. Es ist unmagnetisch, bildet über die Jahre eine weiche Patina und liegt deutlich schwerer in der Hand als ein Goldgehäuse derselben Größe. Ein Herren-Platingehäuse kann allein über 100 Gramm wiegen, weshalb das Gewicht neben der Punze ein nützlicher Echtheitstest ist.

Rolex zeigt, wie Platin im größeren Maßstab eingesetzt wird. Die Day-Date 40 in 950er Platin, etwa Ref. 228206, kostet rund 70.000 Euro, und Rolex reserviert sein eisblaues Zifferblatt fast ausschließlich für Platin, ein leises Zeichen für Kenner. Die Rolesium-Variante der Yacht-Master kombiniert ein Oystersteel-Gehäuse mit einer Platinlünette. Patek Philippe setzt bei seinen Platinmodellen einen kleinen Diamanten im Brillantschliff zwischen die Bandanstöße bei sechs Uhr, das diskrete Erkennungszeichen bei Referenzen wie der Nautilus 5711/1P. A. Lange & Söhne arbeitet ausschließlich in .950 Platin und verbindet bei der Lange 1 Time Zone ein 41,9 mm Gehäuse mit einem rhodiumfarbenen Zifferblatt aus massivem Silber. Diamantbesetzte und seltene Konfigurationen klettern auf dem Zweitmarkt weit über 110.000 Euro, gem-set Pateks gehen in die Hunderttausende.

Beim Kauf von Platin beginnen Sie mit Gewicht und Punze: Suchen Sie im Gehäuse oder zwischen den Anstößen nach Pt950, 950Pt oder einem Gämsenkopf-Stempel. Die weiche Patina ist kein Mangel, sondern die Natur des Metalls; Kratzer verdrängen das Material, statt es abzutragen, sodass ein späteres Aufpolieren schonender ausfällt als bei Stahl. Platin lässt sich nur schwer bearbeiten und verlangt mehr Zeit und Spezialwerkzeug, was den Aufpreis gegenüber Gold erklärt. Es passt zum Sammler, der Gewicht, Tiefe und leisen Luxus sucht, jemanden, der Qualität gern trägt, ohne sie durch den Raum zu rufen.

Die Nachteile sind Gewicht und Preis. Ein Platingehäuse kann über einen langen Tag ermüden und kostet deutlich mehr als dasselbe Modell in Gold. Dafür erhalten Sie ein Weiß, das nie verblasst, Unempfindlichkeit gegen Magnetismus und diese unverwechselbare Dichte am Handgelenk. Wer eine Uhr aus dem bestmöglichen Material sucht, findet in Platin den Maßstab.

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