Zifferblatt und Zeiger
Alles, was das Gesicht einer Uhr ausmacht und die Ablesbarkeit bestimmt: Zifferblatt, Indizes, Zeiger und Hilfszifferblätter.
Das Erste, was Sie an einer Uhr sehen, sind Zifferblatt und Zeiger, und diese Fläche prägt ihren Charakter mehr als alles andere. Dasselbe Werk kann hinter einem anderen Zifferblatt und Zeigersatz wie eine ganz andere Uhr wirken.
Die Begriffe in diesem Bereich erklären Zifferblatt, Indizes, Zeigerformen und Hilfszifferblätter, damit Sie Ablesbarkeit und Design richtig einschätzen.
- Aufgesetzte Indizes
- Aufgesetzte Indizes sind dreidimensionale metallene Stundenmarkierungen, die als einzelne Teile angefertigt und mit kleinen Stiften (Füßchen) auf das Zifferblatt gesetzt und befestigt statt aufgedruckt werden. Da sie über dem Zifferblatt liegen, fangen sie Licht ein und werfen kleine Schatten, was der Uhr ein tieferes, hochwertigeres Aussehen verleiht als flache gedruckte Indizes.
- California-Zifferblatt
- Ein California-Zifferblatt kombiniert römische Ziffern in der oberen Hälfte mit arabischen Ziffern in der unteren, meist mit einem Dreieck bei zwölf Uhr. Die gemischte Bezifferung ist ein Vintage-Layout, das häufig mit Zifferblättern aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs in Verbindung gebracht wird und der Uhr einen markanten Retro-Charakter verleiht; den beiden Ziffernfamilien wird zudem nachgesagt, dass sie dem Auge helfen, die Stunde auf einen Blick zu erfassen.
- Minutenring
- Der Minutenring ist das Band am Rand des Zifferblatts, das die Minuten- oder Sekundeneinteilung trägt. Häufig ist er leicht erhöht oder in einer Kontrastfarbe gehalten, damit die Skala hervortritt und die Uhr leichter ablesbar ist.
- Zifferblatt
- Das Zifferblatt ist das Gesicht der Uhr: die Fläche, die Indizes, Zeiger und Beschriftung trägt. Es bildet den Hintergrund, über den die Zeiger laufen, und prägt Ablesbarkeit wie Charakter. Zifferblätter gibt es in Ausführungen wie Lack, Sonnenschliff und Emaille.
- Fumé-Zifferblatt
- Ein Fumé-Zifferblatt, auch Smoked-Zifferblatt genannt, ist ein Zifferblatt mit Farbverlauf, das in der Mitte hell bleibt und zu den Rändern hin dunkler wird. Die helle Mitte und der tiefe Rand verleihen ihm sichtbare Tiefe, sodass es plastischer wirkt als ein flach lackiertes Blatt und sich mit dem Licht verändert.
- Zeigerformen
- Zeigerformen sind die Gestalten, die Stunden- und Minutenzeiger annehmen. Dauphine, Schwert, Baton, Mercedes und Schneeflocke sind die gängigsten. Die gewählte Form bestimmt sowohl die Ablesbarkeit als auch den Charakter: schmale, facettierte Zeiger wirken elegant, breite, mit Leuchtmasse gefüllte Zeiger lesen sich auf einen Blick.
- Indizes
- Indizes sind die Stundenmarkierungen auf dem Zifferblatt: die Punkte, an denen Sie die Zeiger ablesen. Sie können direkt aufgedruckt oder als separate, erhabene Teile appliziert sein. Gängige Formen sind Baton, arabische Ziffern und römische Ziffern, und jede beeinflusst die Ablesbarkeit.
- Regulator-Zifferblatt
- Ein Regulator-Zifferblatt ist eine Anordnung, die Stunden, Minuten und Sekunden auf eigene Achsen verteilt, statt alle drei auf einer zentralen Welle zu stapeln. Der Aufbau stammt von präzisen Referenzuhren. Sein großer, meist zentraler Minutenzeiger ist auf gute Ablesbarkeit auf einen Blick ausgelegt.
- Sandwich-Zifferblatt
- Ein Sandwich-Zifferblatt besteht aus zwei Lagen: Die obere Platte ist an den Ziffern und Indizes ausgeschnitten, darunter scheint eine flache, mit Leuchtmasse gefüllte Scheibe durch diese Öffnungen. So entstehen vertiefte Markierungen mit echter Tiefe, die nachts kräftig leuchten.
- Hilfszifferblatt
- Ein Hilfszifferblatt ist ein kleines Zifferblatt, das in das Hauptzifferblatt einer Uhr eingelassen ist. Es dient Chronographenzählern, der kleinen Sekunde, einer Zeiger-Tag- oder -Datumsanzeige oder einer zweiten Zeitzone. So bündelt es zusätzliche Informationen an einem eigenen Ort, ohne die Hauptanzeige zu überladen.
- Sunburst-Zifferblatt
- Ein Sunburst-Zifferblatt ist eine Zifferblattfläche, die radial von der Mitte nach außen gebürstet ist. Diese feinen Linien fächern das Licht über das Blatt, sodass die Fläche bei Bewegung zwischen Hell und Dunkel wechselt und sich der Farbton mit dem Blickwinkel verändert.