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Zifferblatt und Zeiger

Sandwich-Zifferblatt

Ein Sandwich-Zifferblatt besteht aus zwei Lagen: Die obere Platte ist an den Ziffern und Indizes ausgeschnitten, darunter scheint eine flache, mit Leuchtmasse gefüllte Scheibe durch diese Öffnungen. So entstehen vertiefte Markierungen mit echter Tiefe, die nachts kräftig leuchten.

Auf einen Blick

Aufbau
Zwei Lagen: ausgeschnittene obere Platte über einer mit Leuchtmasse gefüllten Scheibe
Optische Wirkung
Vertiefte Ziffern und Indizes mit Tiefe und Schatten
Häufig bei
Feld- und Werkzeuguhren, bei denen Ablesbarkeit bei Nacht zählt

Der Name ist wörtlich gemeint: Die Leuchtmasse liegt zwischen zwei Lagen, wie die Füllung in einem Sandwich. Die obere Platte ist an den Ziffern und Punkten ausgeschnitten, und darunter sitzt eine flache, mit Leuchtmasse gefüllte Scheibe. Das Leuchten, das Sie sehen, entsteht aus der Tiefe dieser ausgeschnittenen Öffnungen.

Wie es funktioniert

Die Markierungen werden nicht auf das Zifferblatt gedruckt oder darauf aufgesetzt; sie blicken aus der darunterliegenden Lage nach oben. Diese Bauweise hat zwei klare Folgen:

  • Tiefenwirkung: Da die Ziffern unterhalb der Oberfläche sitzen, erzeugt streifendes Licht ein lebendiges Schattenspiel rund um jede Öffnung
  • Starke Ablesbarkeit bei Nacht: Die Leuchtmasse füllt ein breites Volumen statt einer dünnen aufgemalten Linie, deshalb wirkt sie im Dunkeln heller und länger

Worin es sich von anderen Markierungen unterscheidet

Gedruckte Indizes sind flach und einlagig; aufgesetzte Indizes ragen über die Oberfläche hinaus, lassen darunter aber keine Vertiefung. Das Sandwich-Prinzip kehrt beide Ansätze um und nutzt das Zifferblatt selbst als Maske. Am häufigsten begegnen Sie ihm bei Feld- und werkzeugartigen Uhren; Hinweise zur Ablesbarkeit in der Praxis finden Sie im Ratgeber Beste Taucheruhren unter 500 Euro.

Beispiele

  • Bei einem typischen Sandwich-Zifferblatt sind die 12, 3, 6 und 9 aus der oberen Platte ausgeschnitten; tagsüber erscheinen sie als dunkle, vertiefte Öffnungen und nachts leuchten sie dank der darunterliegenden Leuchtscheibe als helle Ziffern.

Vergleich

Am klarsten begreift man ein Sandwich-Zifferblatt, wenn man es neben die beiden Markierungsarten stellt, mit denen es am häufigsten verglichen wird.

Variante AVariante BAnmerkungen
Sandwich-Markierungen (vertieft)Aufgesetzte IndizesSandwich-Markierungen scheinen durch Öffnungen in einer oberen Platte und liegen unterhalb der Oberfläche; aufgesetzte Indizes sind separate Teile, die auf das Zifferblatt geheftet werden und darüber hinausragen. Das eine geht in die Tiefe, das andere erhebt sich über die Fläche.

Verwandte Begriffe

Häufig gestellte Fragen

Woher hat das Sandwich-Zifferblatt seinen Namen?

Aus seinem Aufbau. Die Leuchtmasse liegt zwischen einer ausgeschnittenen oberen Platte und einer flachen Scheibe darunter, wie die Füllung in einem Sandwich. Diese Füllung scheint durch die Öffnungen der oberen Platte und bildet so Ziffern und Indizes.

Warum ist ein Sandwich-Zifferblatt sowohl bei Tag als auch bei Nacht gut ablesbar?

Bei Tag erzeugen die vertieften Markierungen Schatten und Tiefe und damit klaren Kontrast zum Zifferblatt. Bei Nacht füllt die Leuchtmasse ein breites Volumen statt einer dünnen Linie, sodass die Ziffern heller und länger ablesbar sind. Dasselbe Design bleibt unter beiden Bedingungen klar.

Was ist der Unterschied zwischen Sandwich- und aufgesetzten Markierungen?

Sandwich-Markierungen scheinen durch Öffnungen in der oberen Platte und liegen unterhalb der Oberfläche, in das Zifferblatt vertieft. Aufgesetzte Indizes sind separate Teile, die auf das Zifferblatt geheftet werden und über die Oberfläche hinausragen. Das eine geht in die Tiefe, das andere erhebt sich über die Fläche.