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Uhrwerk

Brücke (Werk)

Eine Brücke ist ein über die Grundplatte geschraubter Metallsteg, der die oberen Lagerzapfen der Räder und der Unruh in Position hält. Sie ist an beiden Enden befestigt, nicht nur an einem, und lagert jeden Zapfen zwischen zwei Punkten. Brücken prägen die sichtbare Architektur eines mechanischen Werks maßgeblich.

Auf einen Blick

Bauteiltyp
Metallsteg für die oberen Lager
An zwei Enden befestigt
Meist an zwei Punkten auf die Grundplatte geschraubt
Häufige Arten
Räderwerk-, Federhaus- und Unruhbrücke

In einem mechanischen Werk wird jedes Rad an beiden Enden gehalten: Sein unterer Zapfen sitzt in der Grundplatte, sein oberer Zapfen unter einer Brücke. Die Brücke ist das tragende Teil, das den Zapfen fest und ausgerichtet hält, damit das Rad beim Drehen nicht aus der Position kippt. Ohne Brücken würde das Räderwerk in sich zusammenfallen.

Was eine Brücke leistet

Eine Brücke lagert die oberen Zapfen der Unruh und des Räderwerks in fester Höhe über der Grundplatte. Die Lagerlöcher tragen meist Steine, um Reibung und Verschleiß zu mindern. Ein typisches Kaliber hat mehrere Brücken:

  • Räderwerkbrücke: trägt die oberen Zapfen der Räderwerksräder, meist Mittel-, Klein- und Sekundenrad
  • Federhausbrücke: hält das obere Lager des Federhauses
  • Unruhbrücke: trägt den oberen Zapfen der Unruh

Form, Anglierung und Finissierung dieser Brücken sind die Signatur eines Kalibers.

Sichtbare Architektur und Skelettuhren

Das Muster, das Sie durch einen Sichtboden sehen, ergibt sich vor allem aus der Anordnung der Brücken. In einer Skelettuhr werden die Brücken zu schmalen Stegen ausgefräst, die nur noch die Zapfen halten, und legen das Uhrwerk frei. Brücken sind auf die Grundplatte geschraubt, und beide zusammen bilden das Skelett des Kalibers. Zur klaren, robusten Brückenarbeit japanischer Kaliber siehe unseren Ratgeber beste japanische Uhren.

Beispiele

  • Durch einen Sichtboden lässt sich die Unruhbrücke leicht erkennen: Sie ist der Metallsteg, der über das Unruhrad reicht und an beiden Enden verschraubt ist. Selbst eine schlicht finissierte Brücke ist das erste Detail, das den Aufbau und das Gleichgewicht eines Kalibers verrät.

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  • Eine Brücke erkennt man praktisch daran, dass an beiden Enden des Stegs Schrauben sitzen. Ein nur an einem Ende befestigtes Teil ist keine Brücke, sondern ein freitragender Kloben, etwa ein Unruhkloben.

Vergleich

Brücke und Unruhkloben werden oft verwechselt, der Unterschied liegt jedoch in der Befestigung.

Variante AVariante BAnmerkungen
BrückeUnruhklobenEine Brücke ist an beiden Enden verschraubt und lagert einen Zapfen zwischen zwei Punkten; ein Unruhkloben ist ein nur an einem Ende befestigtes, freitragendes Teil, das den oberen Zapfen der Unruh an seinem freien Ende trägt. Beide erfüllen dieselbe Aufgabe, einer ist beidseitig, der andere einseitig gelagert.

Verwandte Begriffe

Uhren mit diesem Merkmal

Häufig gestellte Fragen

Was genau bewirkt eine Uhrenbrücke?

Eine Brücke hält die oberen Zapfen der Räder und der Unruh in fester Höhe über der Grundplatte. Der untere Zapfen sitzt in der Platte, der obere unter der Brücke, sodass jedes Rad an beiden Enden gelagert ist und beim Drehen ausgerichtet bleibt. Ohne Brücken kann das Räderwerk nicht stehen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Brücke und einem Unruhkloben?

Der Unterschied liegt in der Befestigung. Eine Brücke ist an beiden Enden verschraubt und lagert einen Zapfen zwischen zwei Punkten. Ein Unruhkloben ist nur an einem Ende befestigt und ragt freitragend hinaus, wobei er den oberen Zapfen der Unruh an seinem freien Ende trägt. Beide halten ein oberes Lager, einer auf zwei, der andere auf einer Stütze.

Warum sind Brücken bei Skelettuhren so auffällig?

Weil bei einer Skelettuhr Grundplatte und Brücken zu schmalen Stegen ausgefräst werden, die nur die Zapfen halten. Das sichtbare Muster des Mechanismus ergibt sich vor allem aus Form und Anordnung der Brücken, daher bestimmt das Brückendesign den Charakter der Uhr unmittelbar.