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Junghans
DE · Gegründet 1861

Junghans

1861 von Erhard Junghans in Schramberg gegründeter deutscher Hersteller; die Max Bill Linie (1961) folgt den Entwürfen des Bauhaus-Designers Max Bill.

1.556,70€
Durchschnittspreis

Junghans, 1861 im schwäbischen Schramberg gegründet, ist eine unabhängige Marke, die Bauhaus-Zurückhaltung erschwinglich macht. Bekannt für die Linien Max Bill und Meister, basierend auf zuverlässigen ETA-Kalibern.

Junghans wurde am 15. April 1861 von Erhard Junghans gemeinsam mit seinem Schwager Jakob Zeller-Tobler im südwestdeutschen Schramberg gegründet. Das Unternehmen begann mit der Fertigung von Uhrenteilen, ging bald zur kompletten Uhr über und war 1903 die größte Uhrenfabrik der Welt. 1956 rangierte Junghans als drittgrößter Chronometerhersteller, direkt hinter Rolex und Omega. Dieses industrielle Erbe prägt die Identität der Marke bis heute: maßvolles, funktionales deutsches Design, das auf Effekthascherei verzichtet.

Das Herz des Katalogs ist Max Bill. Der am Bauhaus ausgebildete Gestalter Max Bill (1908-1994) entwarf 1956 die berühmte Junghans Küchenuhr und 1961 eine Serie von Armbanduhren. Die aktuelle Max Bill Automatic, eine 38-mm-Stahluhr unter leicht gewölbtem Plexiglas, trägt das auf dem ETA 2824 basierende Kaliber J800.1 und kostet im Handel meist zwischen 1.000 und 1.400 Euro. Die 34-mm-Handaufzugsversion mit dem ETA-2801-basierten Kaliber J805.1 beginnt bei rund 560 Euro. Wer mehr am Handgelenk möchte, greift zum 40-mm Max Bill Chronoscope mit dem auf dem Valjoux 7750 basierenden Kaliber J880.2. Die Meister-Linie spricht eine klassischere Sprache: Die Meister Fein Automatic liegt bei etwa 1.690 Euro, der Valjoux-basierte Meister Chronoscope mit dem Kaliber J880.1 bei rund 2.240 Euro.

Aus Käufersicht ist Junghans eine Frage des Gegenwerts. Diese Uhren sind keine Wertanlage; auf dem Zweitmarkt sind sie bescheiden und wechseln meist unter dem Neupreis den Besitzer. Man kauft eine Junghans zum Tragen, nicht zum Spekulieren. Beim Gebrauchtkauf lohnt ein genauer Blick auf das Plexiglas: Junghans versieht es mit einer kratzfesten SICRALAN-Beschichtung, die gut standhält, sich aber nach einem Kratzer nicht sauber auspolieren lässt, sodass bei tiefen Kratzern ein Glaswechsel die beste Lösung ist. Da die Kaliber auf ETA basieren, kann sie nahezu jeder fähige Uhrmacher warten, was Servicekosten gering und Ersatzteile leicht beschaffbar hält.

Als unabhängige Marke wurde Junghans nach der Insolvenz von 2008 vom Schramberger Industriellen Hans-Jochem Steim übernommen und fertigt bis heute in Familienbesitz in Deutschland. Die Positionierung ist eindeutig: Junghans setzt auf Bauhaus-Disziplin und ehrliche Technik statt auf Luxusspektakel. Für den Einstieg ist die schlicht gestaltete 38-mm Max Bill Automatic fast immer die richtige Wahl.

Katalog

Uhren von Junghans

SSS

Häufig gestellte Fragen

Welche Junghans sollte ich zuerst kaufen?

Für die meisten Käufer ist die 38-mm Max Bill Automatic der richtige Einstieg. Sie trägt das auf dem ETA 2824 basierende Kaliber J800.1, ihr schlichtes Bauhaus-Zifferblatt passt zu fast allem und sie kostet meist zwischen 1.000 und 1.400 Euro. Ein idealer Alltagsbegleiter.

Behalten Junghans-Uhren ihren Wert?

Nein, das sind keine Wertanlagen. Auf dem Zweitmarkt wechseln sie meist unter dem Neupreis den Besitzer. Man kauft eine Junghans zum Tragen und Genießen, nicht zum Weiterverkauf. Das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt am stärksten beim Neukauf, nicht als Wertspeicher.

Was unterscheidet Max Bill von Meister?

Max Bill ist pures, minimalistisches Bauhaus-Design, mit 38 mm unter Plexiglas bewusst zurückhaltend. Meister spricht eine klassischere, feinere Sprache. Modelle wie der Meister Chronoscope nutzen das Valjoux-7750-basierte Kaliber J880.1 und sind damit technischer und teurer als die Max-Bill-Linie.

Ist der Service von Junghans teuer?

Nein. Da die Kaliber auf ETA und Valjoux basieren, kann sie nahezu jeder fähige Uhrmacher warten, und Ersatzteile sind leicht erhältlich. Das hält die Servicekosten deutlich niedriger als bei Luxus-Manufakturen. Eine Komplettrevision alle paar Jahre genügt in der Regel.

Worauf sollte ich beim Gebrauchtkauf einer Junghans achten?

Prüfen Sie zuerst das Plexiglas: Die SICRALAN-Beschichtung widersteht Kratzern, lässt sich aber einmal beschädigt nicht auspolieren, sodass tiefe Kratzer einen Glaswechsel verlangen. Achten Sie auf ein sauberes Zifferblatt, ein originales Gehäuse und bei Automatikuhren auf einen sauber aufziehenden Rotor.