Antimagnetisch
Antimagnetisch beschreibt, wie gut eine Uhr Magnetfeldern widersteht. Magnetismus kann eine mechanische Uhr vorgehen lassen oder ganz anhalten; der Widerstand wird in Gauß oder nach der Norm ISO 764 angegeben. Ein Innengehäuse aus Weicheisen oder Silizium-Bauteile sorgen für den Schutz.
Auf einen Blick
- Maßeinheit
- Gauß oder ISO 764
- Schutzmethode
- Weicheisen-Innengehäuse oder Silizium-Bauteile
- Häufige Magnetquellen
- Lautsprecher, magnetische Telefon- oder Tabletthüllen, Taschenverschlüsse
Magnetfelder sind unsichtbar, doch sie greifen unmittelbar in den Gang einer mechanischen Uhr ein: Sobald die Stahlteile sich aufladen, geht die Uhr entweder vor oder bleibt ganz stehen. Eine antimagnetische Uhr ist darauf ausgelegt, diesen Einfluss bis zu einem festgelegten Schwellenwert fernzuhalten.
Wie der Widerstand gemessen wird
Die Stärke des Schutzes wird auf zwei verwandte, aber verschiedene Arten angegeben:
- Gauß: die Stärke des Feldes, die eine Uhr ohne Abweichung verträgt
- ISO 764: die Mindestnorm nach dem Bestehen-oder-Durchfallen-Prinzip, die eine Uhr erfüllen muss, um antimagnetisch zu heißen, festgelegt bei etwa 60 Gauß (4800 A/m), wobei der Gang innerhalb der Toleranz bleibt
Ein Gauß-Wert übertrifft die ISO-764-Mindestschwelle meist, statt ihr zu entsprechen, deshalb sind die beiden nicht austauschbar. Unterhalb des angegebenen Schwellenwerts bleibt die Uhr unbeeinflusst, darüber kann sie sich dennoch magnetisieren. Es lohnt sich, dies gemeinsam mit Genauigkeit und Abweichung zu lesen, denn Magnetismus zeigt sich direkt im Gang.
Wie der Schutz entsteht
Es gibt zwei gängige Wege. Der erste ist ein Innengehäuse aus Weicheisen rund um das Werk; es zieht das Magnetfeld auf sich und hält es von den gangbestimmenden Teilen fern. Der zweite ist der Einsatz nichtmagnetischer Bauteile wie Silizium, die sich von vornherein nicht aufladen. Im Alltag können viele Gegenstände Magnete enthalten, von Lautsprechern bis zu magnetischen Telefon- und Tabletthüllen, Verschlüssen und Taschenklappen, auch wenn ein gewöhnliches Telefon oder Laptop eine Uhr selten von allein magnetisiert.
Für Uhren, bei denen diese Robustheit hervorsticht, lohnt ein Blick in die Kategorie Normen und in unseren Ratgeber Die besten japanischen Uhren.
Beispiele
Eine Uhr neben einem Lautsprecher oder einer magnetischen Telefon- oder Tablethülle abzulegen, kann eine ungeschützte mechanische Uhr magnetisieren und vorgehen lassen oder anhalten.
Eine antimagnetische Uhr gibt ihre Robustheit über einen Gauß-Wert oder die bestandene ISO-764-Prüfung an und bleibt von Feldern unterhalb dieser angegebenen Schwelle unbeeinflusst.
Vergleich
Ein Weicheisen-Innengehäuse und Silizium-Bauteile schützen auf unterschiedliche Weise.
| Variante A | Variante B | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Weicheisen-Innengehäuse | Silizium-Bauteile | Das Innengehäuse zieht das Feld auf sich und hält es vom Werk fern; Silizium-Bauteile laden sich von vornherein nicht auf. |
Verwandte Begriffe
Häufig gestellte Fragen
Was bewirkt ein Magnetfeld bei einer Uhr?
Ein Magnetfeld magnetisiert die Stahlteile einer mechanischen Uhr und stört ihren Gang, sodass die Uhr vorgeht oder ganz stehen bleibt. Eine antimagnetische Uhr hält das bis zu einem Schwellenwert fern und läuft von schwächeren Feldern unbeeinflusst weiter.
Wie wird der antimagnetische Widerstand einer Uhr gemessen?
Der Widerstand wird auf zwei verwandte, aber verschiedene Arten angegeben. Gauß ist die Feldstärke, die eine Uhr ohne Abweichung verträgt. ISO 764 ist eine einzige Mindestschwelle, etwa 60 Gauß (4800 A/m), wobei der Gang innerhalb der Toleranz bleibt, die eine Uhr erfüllen muss, um antimagnetisch zu heißen. Ein Gauß-Wert übertrifft diese Mindestschwelle meist, statt ihr zu entsprechen, deshalb sind die beiden nicht austauschbar.
Was kann meine Uhr im Alltag magnetisieren?
Alltagsgegenstände, die Magnete enthalten, etwa Lautsprecher, magnetische Telefon- oder Tabletthüllen, Verschlüsse und Taschenklappen, können eine mechanische Uhr magnetisieren und ihren Gang stören, sofern kein antimagnetischer Schutz vorhanden ist. Ein gewöhnliches Telefon oder Laptop magnetisiert eine Uhr selten von allein. Ein Weicheisen-Innengehäuse oder Silizium-Bauteile senken dieses Risiko.