Stoßfestigkeit
Stoßfestigkeit ist die Fähigkeit einer Uhr, Stürze und Stöße zu überstehen, ohne an Genauigkeit zu verlieren oder zu brechen, oft geprüft nach der Norm ISO 1413. In einer mechanischen Uhr federn gefederte Lagersteine wie Incabloc die Zapfen der Unruhwelle ab, damit ein harter Stoß sie nicht abbricht. Eine digitale Quarzuhr geht einen anderen Weg: Die Casio G-Shock hat keine Unruh, die zu schützen wäre, und lässt stattdessen ihr Elektronikmodul gepolstert im Gehäuse schweben.
Auf einen Blick
- Gängige Norm
- ISO 1413
- Schützendes Teil (mechanisch)
- Gefederte Lagersteine, die die Unruhwelle abfedern
- Schützendes Teil (digitaler Quarz)
- Schwebendes Elektronikmodul in einem gepolsterten Gehäuse
- Bekanntes Beispiel
- Casio G-Shock (digitaler Quarz)
In einer mechanischen Uhr ist das empfindlichste Teil die Unruh, die die Genauigkeit der Uhr bestimmt, und ein harter Stoß erreicht sie zuerst. Bei der Stoßfestigkeit geht es darum, diesen Schlag abzufedern, damit die Uhr beim Sturz weiterläuft und richtig geht.
Wie es funktioniert
Der Schutz stammt nicht aus einem einzigen Teil, und mechanische und digitale Uhren gehen dabei unterschiedliche Wege:
- Gefederte Lagersteine (mechanisch): federnd gelagerte Steine wie Incabloc, Diashock oder Parashock federn die Unruhwelle ab (die feine Achse, um die sich die Unruh dreht), sodass ihre feinen Zapfen bei einem Stoß nicht abbrechen
- Schwebendes Modul (digitaler Quarz): die Casio G-Shock hat keine Unruh und lässt ihr Elektronikmodul gepolstert im Gehäuse schweben, sodass äußere Stöße nicht auf es übertragen werden
- ISO 1413: die gängige Norm, nach der stoßfeste Uhren geprüft werden
Für wen sie passt
Für alltägliche Stöße und sportliches Tragen ist eine Uhr mit hoher Stoßfestigkeit die sicherere Wahl. Dieses Merkmal geht oft mit einer Digitaluhr oder einer robusten Sportuhr einher. Wer seine erste Uhr wählt, liest am besten unseren Ratgeber Beste Uhren für Einsteiger.
Beispiele
Die Casio G-Shock ist ganz auf Stoßfestigkeit ausgelegt: Als digitale Quarzuhr hat sie keine Unruh und schützt ihr Elektronikmodul, indem sie es gepolstert im Gehäuse schweben lässt.
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Vergleich
Stoßfestigkeit und Wasserdichtheit schützen vor verschiedenen Dingen.
| Variante A | Variante B | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Stoßfestigkeit | Wasserdichtheit | Stoßfestigkeit schützt vor Stürzen und Stößen; Wasserdichtheit schützt vor Wasser und Feuchtigkeit, beides ist nicht dasselbe. |
Verwandte Begriffe
Uhren mit diesem Merkmal
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Stoßfestigkeit?
Stoßfestigkeit ist die Fähigkeit einer Uhr, Stürze und Stöße zu überstehen, ohne an Genauigkeit zu verlieren oder zu brechen. In einer mechanischen Uhr federn gefederte Lagersteine wie Incabloc die Unruhwelle ab, damit ein Stoß ihre feinen Zapfen nicht abbricht, während eine digitale Quarzuhr wie die Casio G-Shock keine Unruh hat und stattdessen ihr Modul gepolstert im Gehäuse schweben lässt. Geprüft wird oft nach der Norm ISO 1413.
Woran erkenne ich, dass eine Uhr stoßfest ist?
Der Hersteller gibt die Stoßfestigkeit einer Uhr meist nach der Norm ISO 1413 an. In einer mechanischen Uhr stammt dieser Schutz von gefederten Lagersteinen an der Unruhwelle, während ein digitales Quarzmodell wie die Casio G-Shock keine Unruh hat und sein Elektronikmodul schützt, indem es gepolstert im Gehäuse schwebt.