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Uhrwerk

Stoßsicherung

Ein Stoßsicherungssystem ist eine gefederte Steinlagerung, die den feinen Zapfen der Unruh bei einem Stoß leicht ausweichen und danach zurückkehren lässt, damit die empfindliche Unruhwelle bei einem Sturz nicht bricht. Die bekanntesten Systeme sind Incabloc, Seiko Diashock und Citizen Parashock.

Auf einen Blick

Geschütztes Teil
Unruhwelle
Benannte Systeme
Incabloc, Diashock, Parashock
Funktionsprinzip
Gefederte Steinlagerung

Die empfindlichsten Teile einer mechanischen Uhr sind die haarfeinen Zapfen an den beiden Enden der Unruh. In einem starren Lager könnten ein harter Stoß oder ein Sturz sie verbiegen oder brechen. Eine Stoßsicherung löst das, indem die Steine, in denen diese Zapfen laufen, auf einer kleinen Feder gelagert werden: Trifft ein Stoß ein, weicht der Stein aus und leitet die Kraft auf stabilere Flächen, danach kehrt der Zapfen in die Mitte zurück.

So funktioniert es

Im Kern stehen die gefederten Steine, die den Zapfen der Unruh tragen. Im normalen Lauf bleiben die Steine fest. Bei einem Stoß:

  • Die Feder gibt nach: der Stein weicht aus und schont den feinen Zapfen
  • Die Last wird umgeleitet: die Kraft trifft die breite Schulter der Welle
  • Es zentriert sich: die Feder setzt den Stein wieder an seinen Platz

Benannte Systeme

Am bekanntesten sind das schweizerische Incabloc, Seikos Diashock und Citizens Parashock. Alle drei folgen derselben Logik, im Detail je nach Hersteller verschieden. Wie japanische Kaliber damit umgehen, lesen Sie im Ratgeber Beste japanische Uhren. Das ist von der breiteren Stoßfestigkeit zu unterscheiden.

Beispiele

  • Seikos Automatikkaliber tragen Diashock, sodass eine alltägliche Sportuhr Schutz gegen Stürze und Stöße gewinnt.

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  • Bei vielen mechanischen Schweizer Uhren ist der gefederte Stein über der Unruhwelle ein Incabloc, erkennbar an der blanken, leierförmigen Feder um seine Fassung.

Vergleich

Stoßsicherung im Werk ist nicht dasselbe wie die Stoßfestigkeit der ganzen Uhr.

Variante AVariante BAnmerkungen
Stoßsicherungssystem (Incabloc, Diashock)Ganzheitliche Stoßfestigkeit im G-Shock-StilDas Erste schützt mit einem gefederten Stein nur die Unruhwelle im Werk; das Zweite schützt Gehäuse, Modul und Band als Ganzes mit Puffern und Federung.

Verwandte Begriffe

Uhren mit diesem Merkmal

Häufig gestellte Fragen

Was genau schützt ein Stoßsicherungssystem?

Vor allem die Unruhwelle. Das ist der haarfeine Zapfen an jedem Ende der Unruh und das Teil, das bei einem Stoß in einer mechanischen Uhr am ehesten bricht. Die gefederte Steinlagerung lenkt die Stoßenergie von diesem feinen Zapfen weg.

Was ist der Unterschied zwischen Incabloc, Diashock und Parashock?

Es sind benannte Systeme mit derselben Aufgabe, die sich vor allem in der Herkunft unterscheiden. Incabloc ist schweizerisch und findet sich in vielen mechanischen Uhren, Diashock ist Seikos Variante und Parashock die von Citizen. Das zugrunde liegende Prinzip, eine gefederte Steinlagerung, ist bei allen dreien gleich.

Gilt eine Uhr mit Stoßsicherungssystem als stoßfest?

Nicht ganz. Das System schützt nur die Unruhwelle im Werk. Die ganzheitliche Stoßfestigkeit einer G-Shock behandelt Gehäuse, Modul und Band gemeinsam mit Puffern und Federung und bietet damit einen weit umfassenderen Schutz.