Heliumventil
Ein Heliumventil ist ein kleines Ventil, das Heliumatome während der Dekompression nach einem Sättigungstauchgang aus dem Gehäuse entweichen lässt. Sinkt der Umgebungsdruck, würde eingeschlossenes Helium sonst gegen das Glas drücken. Es betrifft nur professionelle Sättigungstaucher und ist an den meisten Uhren unnötig.
Auf einen Blick
- Bauteiltyp
- Druckentlastungsventil
- Wann es wirkt
- Nur bei der Dekompression nach einem Sättigungstauchgang
- Arten
- Automatisch (öffnet selbst) und manuell (von Hand)
Ein Heliumventil ist nicht für gewöhnliches Tauchen gebaut, sondern für die sehr speziellen Bedingungen langer Sättigungstauchgänge. Das heliumreiche Atemgas in den Druckkammern, in denen ein Taucher tagelang lebt, treibt seine winzigen Heliumatome langsam an den Dichtungen vorbei in das Gehäuse.
Das Problem entsteht bei der Dekompression
Helium macht nicht während des Tauchgangs Ärger, sondern erst auf dem Weg zurück an die Oberfläche. Wird die Kammer dekomprimiert, kann das Helium im Gehäuse nicht so schnell entweichen, wie der Druck fällt, und der entstehende Überdruck kann das Glas absprengen.
- Automatisches Ventil: öffnet sich selbst, sobald der Innendruck eine festgelegte Schwelle überschreitet, und lässt das Helium ab
- Manuelles Ventil: ein zweiter verschraubter Anschluss, den der Taucher in der trockenen Kammer von Hand aufschraubt und während der gesamten Dekompression offen hält
Das Ventil baut diesen Druck kontrolliert ab und erhält so die gesamte Wasserdichtigkeit des Gehäuses.
Für die meisten Träger unnötig
Im Alltag und selbst beim Sporttauchen gelangt nie Helium ins Gehäuse, das Ventil bleibt also wirkungslos. Die echte Robustheit einer Taucheruhr steckt in ihrer verschraubten Krone und in soliden Dichtungen. Mehr dazu im Ratgeber Beste Taucheruhren unter 500 Euro.
Beispiele
Das Heliumventil wurde für Szenarien im Berufstauchen entwickelt, in denen Sättigungstaucher tagelang unter einem Helium-Atemgemisch leben. Es ist daher nur an speziellen Uhren für tiefes Berufs- und Militärtauchen sinnvoll, nicht beim Sporttauchen.
Vergleich
Ob eine Uhr ein Heliumventil braucht, hängt ganz von der Art des Tauchens ab.
| Variante A | Variante B | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Sättigungstauchen | Sporttauchen | Ein Sättigungstaucher lebt tagelang unter einem Heliumgemisch und braucht das Ventil; beim Sporttaucher gelangt nie Helium ins Gehäuse, für ihn ist das Ventil somit völlig überflüssig. |
Verwandte Begriffe
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem automatischen und einem manuellen Heliumventil?
Ein automatisches Ventil öffnet sich selbst, sobald der Innendruck im Gehäuse eine festgelegte Schwelle überschreitet, ohne Zutun des Tauchers. Ein manuelles Ventil ist ein zweiter verschraubter Anschluss, ähnlich einer Krone, den der Taucher zu Beginn der Dekompression von Hand aufschraubt und durchgehend offen hält. Erst wenn der atmosphärische Druck erreicht ist, schraubt er ihn wieder zu.
Verringert ein Heliumventil die Wasserdichtigkeit?
Ein gut konstruiertes Ventil beeinträchtigt die Wasserdichtigkeit nicht. Ein automatisches Ventil öffnet einseitig nur, wenn eingeschlossenes Helium einen bestimmten Druck übersteigt, und lässt kein Wasser ein. Ein manuelles Ventil bleibt während des Tauchgangs verschraubt und dicht. Dennoch ist jede zusätzliche Öffnung ein weiterer Punkt, den die Wartung im Auge behält.
Was ist der Unterschied zwischen einem automatischen und einem manuellen Heliumventil?
Ein automatisches Ventil öffnet sich selbst, sobald der Innendruck im Gehäuse eine festgelegte Schwelle überschreitet, ohne Zutun des Tauchers. Ein manuelles Ventil ist ein zweiter verschraubter Anschluss, ähnlich einer Krone, den der Taucher an der Oberfläche nach der Dekompression von Hand öffnet.