Zum Inhalt springen
Logo
Uhrwerk

Kinetic

Kinetic ist ein von Seiko entwickeltes Hybridsystem: Die Bewegung Ihres Handgelenks dreht einen inneren Rotor, die erzeugte Energie wird in einer wiederaufladbaren Zelle gespeichert, die Seiko als Kondensator bezeichnet, und treibt ein Quarzwerk an. Es verbindet das Aufzugsgefühl einer Automatikuhr mit der Ganggenauigkeit eines Quarzwerks und kommt ohne regelmäßigen Batteriewechsel aus.

Auf einen Blick

Entwickelt von
Seiko
Energiespeicher
Wiederaufladbare Zelle, von Seiko Kondensator genannt
Gangreserve
Je nach Kaliber etwa 3 Tage bis 6 Monate
Werktyp
Hybrid, Quarzgenauigkeit

Kinetic vereint die mechanische und die Quarzwelt in einem Gehäuse. Im Inneren dreht sich ein echter Schwungrotor, doch die erzeugte Energie wird genutzt, um Strom zu gewinnen, statt eine Zugfeder aufzuziehen. Dieser Strom wird in einer wiederaufladbaren Zelle gespeichert, die Seiko als Kondensator bezeichnet, und treibt einen sehr gleichmäßigen Quarzoszillator an.

So funktioniert es

Die Logik ähnelt einer Automatikuhr, das Ergebnis ist jedoch ein anderes:

  • Rotor: schwingt mit der Handgelenksbewegung und treibt einen kleinen Generator an
  • Speicherzelle: hält die erzeugte Energie in einer wiederaufladbaren Zelle, die Seiko als Kondensator bezeichnet, keine Einwegbatterie
  • Quarzwerk: läuft mit der gespeicherten Ladung und hält die Zeit sehr genau

Eine volle Ladung speichert eine Gangreserve, die von etwa drei Tagen bei den frühesten Werken bis zu rund sechs Monaten bei modernen Kalibern wie dem 5M62 und 5M82 reicht. Ist die gespeicherte Ladung erschöpft, bleibt die Uhr stehen. Viele Kinetic-Kaliber besitzen eine Gangreserveanzeige oder einen Ruhemodus, und die Uhr lädt sich wieder auf und läuft an, sobald Sie sie erneut tragen.

Wo es einzuordnen ist

Kinetic bietet die Genauigkeit einer Quarzuhr, ohne auf einen regelmäßigen Batteriewechsel angewiesen zu sein, und gehört damit zur selben Familie der wiederaufladbaren Quarzwerke wie Citizens Eco-Drive und andere Solarwerke; der Unterschied ist, dass es Bewegung statt Licht nutzt. Zum Markenkontext lesen Sie unseren Ratgeber zu den besten Seiko-Uhren.

Beispiele

  • Seikos sportliche Kinetic-Modelle verbinden Quarzgenauigkeit mit der aus dem Handgelenk gewonnenen Energie; die SKA791P1, eine bis 100 m wasserdichte Kinetic mit dem Kaliber 5M82, eignet sich für den täglichen Gebrauch ohne regelmäßigen Batteriewechsel.

    Diese Uhr ansehen

Vergleich

Kinetic und eine herkömmliche Batterie-Quarzuhr halten dieselbe Genauigkeit, liefern die Energie aber unterschiedlich.

Variante AVariante BAnmerkungen
Kinetic (wiederaufladbarer Quarz)Batterie-QuarzKinetic gewinnt Energie aus dem Handgelenk in eine wiederaufladbare Zelle, die Seiko als Kondensator bezeichnet, und benötigt keinen regelmäßigen Batteriewechsel; Batterie-Quarz braucht alle paar Jahre eine neue Zelle.

Verwandte Begriffe

Uhren mit diesem Merkmal

Häufig gestellte Fragen

Hat eine Kinetic-Uhr eine Batterie?

Nein, sie hat keine Einwegbatterie. Sie speichert die durch Ihre Handgelenksbewegung erzeugte Energie in einer wiederaufladbaren Speicherzelle, die Seiko als Kondensator bezeichnet: bei frühen Modellen ein Doppelschichtkondensator, bei den meisten modernen Kinetics eine wiederaufladbare Lithium-Ionen-Zelle. Diese Zelle kann mit der Zeit verschleißen und bei einer Wartung ersetzt werden, ein regelmäßiger Batteriewechsel ist jedoch nicht nötig.

Wie lange läuft eine Kinetic-Uhr, wenn sie nicht getragen wird?

Eine volle Ladung speichert eine Gangreserve, die von etwa drei Tagen bei den frühesten Werken bis zu rund sechs Monaten bei modernen Kalibern wie dem 5M62 und 5M82 reicht; ist die Ladung erschöpft, bleibt die Uhr stehen. Viele Kaliber besitzen einen Ruhemodus, der die Ladung im Ruhezustand bewahrt, und die Uhr läuft beim Tragen ohne Neueinstellung wieder an.

Was ist der Unterschied zwischen Kinetic und einer Automatikuhr?

Beide nutzen einen Rotor, der Energie aus der Handgelenksbewegung gewinnt, doch eine Automatikuhr zieht eine Zugfeder auf und läuft mechanisch, während Kinetic diese Bewegung in Strom umwandelt, um ein Quarzwerk anzutreiben. So verbindet Kinetic das Automatikgefühl mit Quarzgenauigkeit.