Retrograde Anzeige
Eine Retrograde-Anzeige ist eine Darstellung, bei der ein Zeiger einen Bogen abfährt statt eines vollen Kreises und am Ende der Skala sofort an den Anfang zurückspringt. Sie wird meist für Datum, Wochentag oder Sekunde verwendet und verleiht dem Zifferblatt durch ihre Bewegung eine markante Lebendigkeit.
Auf einen Blick
- Bewegungsart
- Fährt einen Bogen ab, springt am Ende zurück
- Übliche Einsätze
- Datum, Wochentag, Sekunde
- Komplexität
- Höher als ein normaler drehender Zeiger
Statt einen Zeiger fortlaufend zu drehen, führt ein Retrograde-Mechanismus ihn über einen Bogen, und am äußeren Ende schnellt eine Feder den Zeiger augenblicklich an den Anfang zurück. Diese Rückkehr ist sichtbar und zugleich aufwendiger zu bauen als ein einfach drehender Zeiger.
So funktioniert sie
Der Zeiger ist mit einer Feder verbunden, die sich spannt, während ein Rad ihn über die Skala treibt. Am Ende des Bogens fällt ein Hebel über die Kante des Schneckennockens, die Rückholfeder entspannt sich, und der Zeiger springt an den Anfang zurück.
- Federspannung: Energie baut sich auf, während der Zeiger vorrückt
- Auslösepunkt: am Ende wird er freigegeben und schnellt zurück
- Typische Einsätze: Datum, Wochentag oder laufende Sekunde
Dieser scharfe Rücksprung hebt eine Retrograde-Anzeige von einer einfachen Ablesung ab und verlangt bei der Wartung eine sorgfältigere Einstellung.
Wo sie zu sehen ist
Eine Retrograde-Anzeige liegt häufig auf einem breiten Bogen statt auf einem runden Hilfszifferblatt, und manche Uhren kombinieren sie mit einer Datumsanzeige oder einer Gangreserve. Verwandte Mechanismen finden Sie in der Kategorie Komplikationen, und wie japanische Marken damit umgehen, lesen Sie im Ratgeber Beste japanische Uhren.
Beispiele
Bei einer Retrograde-Datumsanzeige fährt der Zeiger einen Bogen über die Tage des Monats ab; am Monatsende springt er sofort auf die 1 zurück, statt von der 31 einen vollen Kreis zu vollenden.
Ein Retrograde-Sekundenzeiger läuft über einen kleinen Bogen auf dem Zifferblatt und kehrt am Ende auf null zurück, was einen anderen Rhythmus als ein klassisch durchlaufender Sekundenzeiger ergibt.
Vergleich
Eine Retrograde-Anzeige und eine normale drehende Anzeige zeigen dieselbe Information auf unterschiedliche Weise.
| Variante A | Variante B | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Retrograde-Zeiger | Normaler drehender Zeiger | Eine Retrograde fährt einen Bogen ab und springt am Ende zurück; ein normaler Zeiger dreht ohne gesonderten Rücksprung im durchgehenden Vollkreis. |
Verwandte Begriffe
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet eine Retrograde-Anzeige?
Eine Retrograde-Anzeige ist eine Darstellung, bei der ein Zeiger einen Bogen abfährt statt eines vollen Kreises und am Ende der Skala sofort an den Anfang zurückspringt. Sie wird meist für Datum, Wochentag oder Sekunde genutzt.
Warum ist ein Retrograde-Zeiger komplexer?
Weil er eine zusätzliche Feder und einen Auslösemechanismus braucht, um zurückzuschnellen. Die Feder spannt sich, während der Zeiger vorrückt, und löst am Ende aus. Ein normaler drehender Zeiger benötigt keine solche Rückkehrmechanik.
Bei welchen Anzeigen wird eine Retrograde verwendet?
Am häufigsten für Datum, Wochentag und Sekunde. Manche Uhren platzieren sie auf einem Bogen zusammen mit einer Gangreserve oder anderen Anzeigen, was Platz auf dem Zifferblatt spart und ein lebendiges, bewegtes Bild schafft.