Swiss Made
Swiss Made ist eine gesetzlich geschützte Herkunftsangabe für Uhren aus der Schweiz. Das Werk muss schweizerisch sein, also in der Schweiz montiert, geprüft und technisch entwickelt, die ganze Uhr muss dort eingeschalt und geprüft werden, und mindestens sechzig Prozent der gesamten Herstellungskosten müssen dort anfallen. Es bezeichnet Herkunft, keine automatische Qualitätsstufe.
Auf einen Blick
- Mindest-Schweizer-Wertanteil
- 60 % der gesamten Herstellungskosten der Uhr
- Werkanforderung
- Schweizerisch, in der Schweiz montiert, geprüft und technisch entwickelt (mindestens 60 % der Werkkosten und 50 % des Bauteilwerts schweizerisch)
- Einschalung und Endkontrolle
- In der Schweiz
Swiss Made ist mehr als ein kurzer Schriftzug unter der Sechs auf dem Zifferblatt. Es ist eine vom Schweizer Gesetz geschützte Herkunftsangabe, und eine Uhr darf sie nur tragen, wenn sie festgelegte Schwellen erfüllt. Der Zweck ist, den Käufer nicht zu täuschen, wenn er einem Ländernamen vertraut.
Die gesetzlichen Kriterien
Zu den wesentlichen Bedingungen, damit eine Uhr als Swiss Made gilt, gehören:
- Werk: das Uhrwerk muss schweizerisch sein, also in der Schweiz montiert, geprüft und technisch entwickelt, wobei mindestens sechzig Prozent seiner eigenen Herstellungskosten (und mindestens die Hälfte des Bauteilwerts) in der Schweiz anfallen
- Einschalung und Endkontrolle: die Uhr muss in der Schweiz eingeschalt werden und dort die Endkontrolle des Herstellers durchlaufen, auch ihre technische Entwicklung erfolgt dort
- Wertanteil: mindestens sechzig Prozent der gesamten Herstellungskosten der Uhr müssen in der Schweiz anfallen
Was es aussagt und was nicht
Die Angabe ist eine Aussage über die Herkunft, keine unmittelbare Präzisionsstufe. Wenn Sie eine zertifizierte Ganggenauigkeit wünschen, müssen Sie gesondert auf ein COSC-Chronometer-Zertifikat achten. Weitere Produktionsnormen finden Sie in der Kategorie Standards.
Beispiele
Eine Uhr mit dem Schriftzug "Swiss Made" unter dem Zifferblatt sichert rechtlich zu, dass ihr Werk schweizerisch und in der Schweiz technisch entwickelt ist und dass Endmontage sowie Kontrolle in der Schweiz erfolgten.
Ein Zifferblatt, das nur "Swiss" oder "Swiss Movt" trägt, ist eine schwächere Aussage; die volle Angabe "Swiss Made" zeigt zusätzlich, dass die Sechzig-Prozent-Schwelle der Gesamtkosten erfüllt ist.
Vergleich
Swiss Made ist eine gesetzlich geschützte Angabe; "Japan made" steht für eine andere Tradition.
| Variante A | Variante B | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Swiss Made | Japan made | Swiss Made trägt eine einheitliche, gesetzlich definierte Schwelle (Schweizer Werk, Schweizer Einschalung, 60 % der Kosten schweizerisch); in Japan beruht "Japan made" weniger auf einem einzelnen Herkunftsgesetz als auf der eigenen, integrierten Fertigungstradition des Herstellers. |
Verwandte Begriffe
Häufig gestellte Fragen
Wie viel der Kosten müssen für Swiss Made schweizerisch sein?
Mindestens sechzig Prozent der gesamten Herstellungskosten der Uhr müssen in der Schweiz anfallen. Hinzu kommt, dass das Werk schweizerisch und in der Schweiz technisch entwickelt sein, die Uhr in der Schweiz eingeschalt und die Endkontrolle des Herstellers ebenfalls dort erfolgen muss.
Was ist der Unterschied zwischen Swiss Made und Japan made?
Swiss Made beruht auf einer gesetzlich definierten Schwelle: Schweizer Werk, Schweizer Einschalung und sechzig Prozent der Kosten. In Japan steht "Japan made" eher für die integrierte, eigene Fertigungstradition eines Herstellers als für ein einzelnes amtliches Herkunftsgesetz.